Sega dementiert Verhandlungen
Seit Herbst vergangenen Jahres kommen immer wieder Spekulationen über eine mögliche Übernahme Segas durch Microsoft oder Electronic Arts auf. Während die Wirtschaftspresse sich auf Informanten aus dem unmittelbaren Umfeld angeblicher Gespräche beruft, hat Sega nun Verhandlungen dementiert.
Ende Februar hat das "Wall Street Journal" die Gerüchteküche um Sega erneut kräftig angeheizt. Wieder war die Rede von Verhandlungen zwischen dem japanischen Videospielhersteller und Vertretern von Microsoft. Und auch Electronic Arts wurde - diesmal von der japanischen Presse - erneut als möglicher Interessent für die im Besitz der CSK Corp. befindlichen Sega-Anteile ins Spiel gebracht. Doch anders als bei den vielen Presseberichten zuvor äußerte sich diesmal einer der drei Beteiligten öffentlich zu den Spekulationen: Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP dementierte Sega jegliche Verhandlungen mit Microsoft.
Die allgemeine Verwirrung um Segas Zukunft ist damit jedoch nicht beendet, sondern beginnt erst. Schließlich will Sega im Oktober 2003 mit der Sammy Corporation fusionieren, einem der größten Hersteller von Spielautomaten in Japan. Sammy gilt als finanziell besser situiert, so dass Analysten es vorziehen, von einer Übernahme statt einer Fusion zu sprechen. Das ideale Szenario, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters japanische Börsenexperten, wäre eine Übernahme von Segas Spielautomatengeschäft durch Sammy und ein Kauf der Sega-Consumer-Division durch Microsoft. Doch dies, so geben selbst die Analysten zu bedenken, könnte auf Widerstand bei der Sega-Belegschaft stoßen. Das Verwirrspiel dürfte sich in den nächsten Wochen also fortsetzen.