Sondereffekte belasten JoWooD
Das vorläufige JoWooD-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004 weist erhebliche Belastungen durch Abschreibungen und Sondereffekte aus. Ein deutliches Minus ist Resultat der Restrukturierungsbemühungen.
Mit dem vorläufigen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004 hat JoWooD Productions das erwartete, deutliche Minus bilanziert. Bei Umsätzen von 38 Mio. Euro - Minus zehn Mio. Euro im Jahresvergleich - weist der österreichische Publisher ein Ebit vor Restrukturierungen von minus 6,9 Mio. Euro und ein Jahresergebnis von minus 21,3 Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei ca. 49 Prozent.
Ein bereits eingeleitetes Sieben-Punkte-Programm soll die Defizite beheben. Im Bestreben, die teils überproportional langen Zahlungsziele alter Verträge merklich zu verkürzen, sei man erfolgreich gewesen, was unmittelbar die Liquiditätslage verbessert habe. Ein neues Projektfinanzierungsmodell, welches sich an international in der Games- und Filmbranche üblichen Modellen orientiert, soll zu Ausgabenersparnissen in der Entwicklung von mehreren Mio. Euro führen. Zudem sind weitere Kürzungen geplant, die bis zu 3,5 Mio. Euro einsparen helfen sollen.
Das viel versprechende Portfolio 2005 lässt die Unternehmensführung an den positiven Erwartungen für das Jahr 2005 festhalten. In neuen, strategischen Märkten will man das vorhandene internationale Potential ausnutzen. Eine Lizenzvereinbarung für einen Titel im asiatisch/pazifischen Raum sei bereits unter Dach und Fach, ein Vertrag mit einem Distributor für den skandinavischen Raum stehe kurz vor dem Abschluss. Im Rahmen der US-Strategie verhandelt das Unternehmen zudem derzeit mit verschiedenen internationalen Co-Publishingpartnern. Erste Angebote lägen bereits vor und würden geprüft. Bis April, ist das JoWooD-Managment zuversichtlich, könnten erste Verträge unterzeichnet werden.