Sony, Take 2, Wal-Mart und GameStop scheitern vor Gericht
Sony, Take 2, Wal-Mart und GameStop sind vor dem obersten US-Bundesgericht mit dem Versuch gescheitert, eine Klage abzuweisen, in der die Unternehmen für einen dreifachen Polizistenmord verantwortlich gemacht werden sollen.
Das oberste US-Bundesgericht hat einen Antrag Sonys, Take 2s, Wal-Marts und GameStops abgewiesen, eine Klage, in der die Unternehmen für einen dreifachen Polizistenmord verantwortlich gemacht werden sollen, für nichtig zu erklären. 2003 hatte ein Autodieb auf der Flucht die Polizeibeamten erschossen. Der offenbar geistig verwirrte Mann verglich in seiner Rechtfertigung seine Taten mit einem Videospiel. Wie die folgenden Ermittlungen ergaben, spielte der inzwischen verurteilte Mörder exzessiv Take 2s "GTA: Vice City".
Die Angehörigen der ermordeten Beamten leiteten aus dem Umstand eine Mitschuld der beklagten Firmen ab. Auf gut 600 Mio. Dollar beläuft sich US-Medien zufolge die Schadensersatzforderung. Das oberste Bundesgericht begründete seine Entscheidung nicht öffentlich. Nun werden sich Gerichte im US-Bundesstaat Alabama des Falls annehmen und zu entscheiden haben, ob Gamespublisher, Plattformholder und Händler für die Taten eines geistig verwirrten Spielefans verantwortlich gemacht werden können.