Square Enix zieht die Notbremse
Schlechte Nachrichten erreilen die Deus-Ex- und Final-Fantasy-Fangemeinde: Weil die Geschäfte schlecht laufen, verschieben sich die beiden Toptitel.
Square Enix wird nach schon unbefriedigenden Halbjahreszahlen auch im Gesamtjahr die zuvor ausgegebenen Ziele nicht erreichen. Der japanische Publisher sprach die zweite Gewinnwarnung im laufenden Geschäftsjahr aus. Weil die Qualität der jüngsten Veröffentlichungen nicht den Konzernansprüchen genügt, zieht Square Enix die Notbremse. Schwache Verkaufszahlen bei neuen Konsolenspielen sowie das scharfe Urteil des Marktes über ein Schlüsselprodukt hätten zum Umdenken geführt, heißt es aus Tokio.
Square Enix nennt den Keytitel nicht beim Namen. Jedoch dürfte es sich dabei um "Final Fantasy XIV - Online" handeln, das Ende September in der PC-Version erschienen ist. Derzeit werde das "Final Fantasy"-Team einer Restrukturierung unterzogen, teilte der Publisher mit. Man wolle dem Spiel eine neue Richtung geben. Parallel wurde die für März 2011 geplante Veröffentlichung der PlayStation-3-Version auf unbestimmte Zeit verschoben.
So soll den Entwicklern genug Zeit gegeben werden, um alle geplanten Änderungen in die neue Version zu übernehmen. Eine einfache Portierung der offenbar unzureichenden PC-Version schließt Square Enix jetzt aus. Die Käufer der PC-Version werden derweil mit einer Verlängerung der kostenlosen Spieldauer gnädig gestimmt. Wann Gebühren erhoben werden sollen, steht derzeit in den Sternen.
Gleiches gilt für die Veröffentlichung von "Deus Ex: Human Revolution". Geplant war der Titel für den Jahresabschluss im März. Nun soll das Actionspiel im kommenden Geschäftsjahr erscheinen. Square Enix nannte kein genaueres Datum.