Nach dem Überraschungserfolg "Batman: Arkham Asylum" darf DCs berühmtester Charakter erneut beweisen, dass er auch ein Spieleheld sein kann.

Wie aus dem Nichts kam 2009 "Batman: Arkham Asylum": Die interaktiven Auftritte des Superhelden rissen Videospieler in der Vergangenheit nur selten vom Hocker, das Super Nintendo war die letzte Konsole. Doch dann kamen die Rocksteady Studios, und den bis dahin unauffälligen britischen Entwicklern gelang es, dem dunklen Ritter, seinen Charakterzügen und Fähigkeiten endlich gerecht zu werden und nebenbei ein unglaublich atmosphärisches und düsteres Action-Adventure zu inszenieren. Millionenverkäufe und Topwertungen waren der gerechte Lohn. Nun wollen die Briten mit "Batman: Arkham City" an ihre Erfolge anknüpfen - ein erstes spielbares Level des am 21. Oktober erscheinenden Xbox-360-, PS3- und PC-Titels macht gute Hoffnung, dass dieses Vorhaben gelingt.

In Gotham City hat das Verbrechen Hochkonjunktur. Zeit für Batman aufzuräumen

Während sich die Geschehnisse des Erstlings auf die namensgebende Irrenanstalt konzentrierten, ist der Spieler bei "Arkham City" nun in hohem Maße unter freiem Himmel aktiv. Ein Jahr ist seit dem Sieg über den Joker vergangen. Anstaltschef Quincy Sharp hat ein heruntergekommenes Viertel Gotham Citys erworben und in ein schwer bewachtes Freiluftsanatorium bzw. -gefängnis verwandelt. Klar, dass die Dinge aus dem Ruder laufen und Batman erneut gegen unzählige kriminelle Allerweltsschläger und einige berühmte Superschurken wie Joker, Harley Quinn oder Two-Face antreten muss, um die Ordnung wiederherzustellen. Two-Face ist es auch, der die Ereignisse ins Rollen bringt: Der schizophrene Unhold entführt Catwoman und will sie öffentlich hinrichten - Batman eilt natürlich zur Rettung seiner verführerischen Ex. Dabei bedient sich der einsame Streiter bewährten Arsenals und bekannter Taktiken: Batman nutzt Haken und Cape, um geschmeidig die Kulissen zu durchqueren, der Batarang leistet bei Schalterrätseln gute Dienste, und böse Buben werden zuhauf im varianten- und comboreichen Nahkampf außer Gefecht gesetzt. Wie beim Vorgänger verwendet Batman keine schweren Waffen und besitzt diesen gegenüber auch nur geringe Widerstands-fähigkeit: Mit Maschinenpistolen oder Schrotflinten ausgestattete Wachen sollten hinterrücks und heimlich beseitigt werden, bevor sich der faustschwingende Superheld ins Getümmel stürzt.

Genauso opulent wie der Vorgänger!

Um derlei Lebensgefahren im Vorfeld zu registrieren, nutzt der Spieler immer wieder den "Detektivmodus"; ein spezieller Röntgenblick hebt Personen, Waffen und forensische Details hervor und ist unabdingbar für das Zurechtfinden in den düsteren Szenerien. In puncto Mechanik, Optik und Inszenierung unterscheidet sich "Batman: Arkham City" nicht großartig von seinem Vorgänger - zum Glück, schließlich war dieser ja bereits ein grandioses Action-Adventure. Die Änderungen betreffen hauptsächlich die Szenerie: Arkham City ist eine zwar streng begrenzte, aber frei erkundbare Superheldensandkiste; der Spieler kann reichlich Zeit mit Nebenaufgaben verbringen.

An der Mischung aus ausgiebigem Erkunden, vorsichtigem Schleichen und heimlichem Überwältigen, gewürzt mit ausführlichen, toll geschnittenen und synchronisierten Filmsequenzen, hat sich aber nichts geändert. So scheint ein sicherer Erfolg des kommenden Batman-Abenteuers vorprogrammiert!

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