Der für groß angelegte Strategiespiele bekannte Publisher Paradox Interactive hat mit "Millennia" einen Herausforderer für "Civilization" angekündigt. Der Titel von C Prompt Games bietet 10.000 Jahre rundenbasierter Geschichte.

Abseits von Grand-Strategy-Games und Sci-Fi- oder Fantasy-4X-Titeln wie "Age of Wonders" fehlt im Portfolio von Paradox Interactive bisher Globalstrategie nach dem Vorbild von "Sid Meier's Civilization". Diese Lücke schließt der schwedische Publisher mit "Millennia", das nicht inhouse bei Paradox Development entsteht, sondern beim US-amerikanischen C Prompt Games. Das Studio wird von Rob Fermier, Ian Fischer und Brian Sousa geleitet, die viel Dev-Erfahrung von "Age of Empires II", "Age of Mythology", "Starcraft II" und "Orcs Must Die!" mitbringen.

"Millennia" soll 2024 erscheinen. In dem 4X-Strategiespiel führen Spieler:innen eine Nation nach ihren eigenen Vorstellungen durch Tausende von Jahren. Sie durchlaufen zehn Zeitalter der Menschheit, von der Steinzeit bis in die nahe Zukunft. Dabei werden neue Technologien, Lebensweisen und vielleicht auch alternative Vergangenheiten freigeschaltet. Jedes Zeitalter hat seine eigenen Regeln, Einheiten, Gebäude, Güter und Herausforderungen, die den Lauf der Geschichte verändern können. Zudem werden die Spieler:innen entscheiden, wofür ihre Nation berühmt sein soll, indem sie einen nationalen Charakter wählen und die damit verbundenen Boni nutzen.

Entscheidungen gestalten die eigene Nation; Paradox Interactive

Gleichermaßen investiert man in sechs verschiedene Domänen, die den Fokus der Nation beeinflussen: Erkundung, Regierung, Krieg, Diplomatie, Technologie und Kunst. Abseits von komplexen Möglichkeiten in der Wirtschaft, bis hin zur Erstellung spezialisierter Produkte, werden auch kriegerische Konflikte ausgetragen. Hierbei setzt das Spiel auf einen armeebasierten Kampf, indem einzelne Einheiten zu Armeen kombiniert werden. Jede Einheit beeinflusst die Fähigkeiten der Armee und ermöglicht so eine Vielzahl unterschiedlicher Strategien. Die Gefechte können dann im Combat Viewer betrachtet werden. Paradox fasst weitere Features so zusammen: "Naturdenkmäler entdecken, Pyramiden bauen, im Weltraum konkurrieren, Expeditionen finanzieren, Seuchen überstehen, Diplomatie zu eigenen Gunsten nutzen, Barbaren besiegen, Innovationen freisetzen, mit außerirdischen Besuchern umgehen, Unterwasserstädte regieren, Luftkämpfe austragen und viele andere historische Inhalte meistern."

Ob "Millennia" es schafft, dem Genre-Schwergewicht "Civilization" gefährlich zu werden, bleibt abzuwarten. Amplitude Studios und Sega hatten in den letzten Jahren schon mit "Humankind" versucht, dem Spiel von Firaxis Games und 2K Games bzw. Take-Two Interactive Paroli zu bieten. Zumal es langsam auch an der Zeit wäre, dass das im Oktober 2016 veröffentlichte "Sid Meier's Civilization VI" eine Fortsetzung bekommt. Aber von 2K Games fehlt bisher noch jede Ankündigung. Die Spiele aus der Civilization-Franchise haben sich weltweit bisher über 67 Millionen Mal verkauft.

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Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.