Studie: Medienindustrie mangelt es an unternehmerischer Kompetenz
Das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt erwartet für die deutsche Medienbranche eine Fortsetzung der Konsolidierungsphase.
Die Konsolidierungsphase in der deutschen Medienbranche wird sich auch in diesem Jahr fortsetzten. Das ist das Ergebnis einer Studie von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Das Bankhaus kommt in seinem Branchenüberblick "Deutscher Medienmarkt" zu dem Schluss, dass binnen Jahresfrist "eine Vielzahl der Unternehmen voraussichtlich nicht mehr existieren" wird. Als Gründe nennt das Finanzinstitut unter anderem Mängel in der Unternehmensführung und betriebswirtschaftliches Unvermögen. So hätten eine undurchsichtige Bilanzierung zu einer "Verunsicherung des Kapitalmarktes sowie der Investoren geführt". Das eigentliche Problem der Medienwirtschaft sei aber, dass die Branche von kreativen Köpfen geprägt wird, die aber "bei der strategischen Führung eines gelisteten Medienunternehmens oftmals überfordert sind". HSBC Trinkaus & Burkhardt untersuchte unter anderem die Märkte Home Entertainment, Kino, TV und Musik in Deutschland.