Mit dem Saftladen Games Collective hat Studio Fizbin in der Hauptstadt eine ungewöhnliche Bürogemeinschaft mit initiiert. Nun sucht Fizbin 15 bis 20 Kreative, um am Stammsitz Ludwigsburg ein zweites Games Collective aufzubauen.

Mit "The Inner World" und "The Inner World - Der letzte Windmönch" hat Studio Fizbin zwei mehrfach ausgezeichnete Titel produziert. Und auch sonst ist das Team um die drei Gründer Sebastian Mittag, Alexander Pieper und Mareike Ottrand äußerst umtriebig. In Berlin haben sie das Saftlades Games Collective mit initiiert, eine Art Bürogemeinschaft von Gamesentwicklern bzw. Kreativen aus dem Umfeld der Spieleentwicklung. Ein Konzept das in der Hauptstadt aufging und mit dem man sehr gute Erfahrungen gemacht hat, sodass es Fizbin jetzt auch auf seinen Stammsitz in Ludwigsburg übertragen will. "Wir hatten Glück, dass Räume frei werden und möchten diese Chance nun unbedingt nutzen", so Executive Producer Tobias Frisch, der sich mit um das neue Creative Collective kümmert. Die Räumlichkeiten selbst sind nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt und damit gut erreichbar.

Für das neue Kollektiv sucht Fizbin laut Frisch 15 bis 20 Mitstreiter. Ob es sich dabei um Studios oder Einzelkämpfer handelt, spiele keine Rolle. "Ähnlich wie im Saftladen in Berlin sollte man im Bereich der Gamesbranche oder den digitalen Medien arbeiten. Es soll ein "Creative Collective" werden", so Frisch.

"Wir haben jahrelang eine Umsetzung mit Unterstützung der Stadt versucht, Konzepte vorgestellt, Gespräche geführt; auch zusammen mit anderen wie Thomas und Fabian von Studio Navel, die selbst extrem aktiv gesucht haben, oder den Kolllegen von Tinkertank, die Workshops zu "Tinkern" anbieten", erklärt Frisch auf die Frage, warum man das Kollektiv in Eigenregie aufbaut, statt auf eine ähnliche Lösung wie das Werk1 in München hinzuarbeiten. "Klassische Fördertöpfe zielen meistens auf direkte Punkte wie 'Schaffung von Arbeitsplätzen'; Länderförderungen wie von der MFG sind projektgebunden", sagt Frisch. "Für so ein Kollektiv aber braucht es Unterstützung bei der Miete oder bei den Kosten für einen 'Kollektiv-Manager'. Da gibt es leider nicht viele Möglichkeiten."

Auch deshalb hat sich Fizbin entschlossen, es jetzt einfach mal zu versuchen. Und mit Navel habe man auch die ersten Mitstreiter an Bord. An Kreativen, so glaubt der Executive Producer von Fizbin, mangelt es im Südwesten der Republik sicher nicht. Sie seien nur möglicherweise weiter verstreut. Zumindest in diesem Punkt, könnte sich in Ludwigsburg nun einiges ändern.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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