Technische Konsumgüter knacken Billionen-Marke
Im Jahr 2018 wurden erstmals über eine Billionen Euro durch technische Konsumgüter erwirtschaftet. Den größten Anteil daran hat das Segment Telekommunikation. Unterhaltungselektronik ist jedoch weiterhin am wachsen und verzeichnet mit insgesamt 153 Milliarden Euro Einnahmen ein Umsatzplus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der globale Markt für technische Konsumgüter (Technical Consumer Goods - TCG) knackte im Jahr 2018 erstmals die Umsatzgrenze von einer Billion Euro. Das stellten die Marktforscher der GfK in ihrer Studie anlässlich der CES 2019 - Consumer Electronics Show fest. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von vier Prozent, die vor allem den Produktbereichen Telekommunikation, Haushaltskleingeräte, Unterhaltungselektronik/ Foto und Informationstechnologie/Bürogeräte zu verdanken ist.
Mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro macht die Telekommunikation etwa 44 Prozent der Gesamteinnahmen technischer Konsumgüter im letzten Jahr aus. Das zweitgrößte Segment sind bei 17 Prozent (rund 177 Milliarden Euro) die Haushaltsgroßgeräte.
Der globale Markt für Unterhaltungselektronik kann ein Umsatzplus von sechs Prozent für sich verzeichnen und ist damit weiterhin im Aufwärtstrend. Mit 153 Milliarden Euro Einnahmen ist dieser Bereich für 15 Prozent der TCG-Umsätze verantwortlich. Das Wachstum in diesem Segment ist vor allem auf High-End und Premiumgeräte zurückzuführen. Laut weiteren Studien der GfK bevorzugen über die Hälfte der befragten Konsumenten es, zwar weniger, jedoch hochwertigere technische Geräte zu besitzen.
Etwa drei Viertel des weltweiten Umsatzes der Unterhaltungselektronik wurde durch TV-Geräte generiert (rund 100 Milliarden Euro). Dabei liegen zunehmend Displaypanels mit organischen Leuchtdioden (OLED) im Trend. Weitere 14 Milliarden Umsatz erzielten Kopfhörer und mobile Stereo-Headsets. Ganz vorne stehen hier Geräte mit Bluetooth-Technologie, die mehr als die Hälfte der Einnahmen ausmachen.
Der Bereich Foto geht indes weiterhin zurück und verlor weitere fünf Prozent Umsatz. Durch Kameras und Zubehör wurden rund 15 Millionen Euro umgesetzt.