Mit einem vielfältigen Programm und der Möglichkeit, zielgruppennah zu werben, stellen TV-Sender für die Gamesindustrie mit die wichtigsten möglichen Kooperationspartner dar. Sowohl im Bereich Lizenzabkommen als auch für Cross-Promotions und Marketingvereinbarungen.

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten", "SAT.1 Swing", "Big Brother - The Game" oder "RTL Medicopter 117" - die Liste der Softwaretitel, die auf einer TV-Serie basierend oder in Zusammenarbeit mit einem Sender entstanden sind, wird länger. Und erfolgreicher, wie die Media Control Charts der letzten Monate belegen. Die TV-Sender sind für die Publisher zu wertvollen Kooperationspartnern geworden. "Die Zusammenarbeit mit SAT.1 birgt ein großes Potenzial an Vorteilen", erklärt auch Lars Winkler, Director Marketing/Product von Eidos Interactive, die jüngst beschlossene Exklusivkooperation mit dem Berliner Privatsender. Kein anderes Medium bietet eine derartige Programmvielfalt und Gesamtreichweite, die zudem so detailliert nach Zielgruppen aufgeschlüsselt werden kann. Ein Fakt, den auch Eidos für sich nutzen will: "Möchten wir ein Sportspiel unterstützt wissen, so werden wir uns natürlich um die Trailerfenster innerhalb der,ran'-Reihe bemühen", sagt Winkler. Trotz aller Vorteile bedeute die Kooperation aber nicht, dass Eidos andere Marketingtools nicht mehr nutzen werde. "Wir sehen die SAT.1-Kooperation als großen Marketingerfolg und gleichzeitig als Abrundung unserer Aktivitäten", fasst Winkler zusammen. Ein anderer Publisher, der bisher häufig in Zusammenhang mit TV-Sendern aufgefallen ist, ist THQ. Marketing Director Michael

Nürnberg begründet die vielen Kooperationen vor allem mit den zum Teil identischen Zielgruppen und den daraus resultierenden Vorteilen in der gemeinsamen Vermarktung. Zwei Vorteile sind für ihn dabei entscheidend: die Reichweite, die Lizenzpartner außerhalb des TV-Umfelds kaum in einer vergleichbaren Höhe erzielen können; und zum anderen die Vielzahl der Plattformen für Kooperationen. "Sofern die erworbene Lizenz zum einem TV-Sender direkt in Beziehung steht, gibt es eigentlich nichts, was man nicht gemeinsam tun könnte", so Nürnberg. "Ein sehr angenehmes,Spiel ohne Grenzen' mit hohem Kommunikationswert für beide Partner entsteht." Wichtig für Nürnberg ist aber nicht nur die Zusammenarbeit mit TV-Sendern, sondern auch die mit allen Mediapartnern. Eine ähnliche Meinung vertritt auch Lars Winkler. Die Gamesindustrie sei keine "luftdichte Enklave, für die es eigene Regeln gibt". Sie sei Teil der Unterhaltungsindustrie. Deswegen solle man sich auch die Erfahrungen und Vorteile zu eigen machen, meint Winkler. Eidos hat dies bereits in Form diverser Kooperationen u. a. für "The Nomad Soul" und "Dark Project II" mit der Musikindustrie getan. "Glücklicherweise können wir von uns behaupten, dass Kooperationen mit Partnern der Medien- und Unterhaltungsindustrie bislang immer Win-Win-Situationen waren", so Winkler.

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