Ubisoft: Trotz Umsatzrückgang optimistisch
Im dritten Geschäftsjahresquartal musste Ubisoft im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang von 18 Prozent verkraften. Dennoch zeigte man sich mit der Performance der Toptitel zufrieden. Für das Gesamtgeschäftsjahr ist man optimistisch.
Ubisoft musste im dritten Geschäftsjahresquartal, das am 31. Dezember endete, einen Umsatzrückgang von 18 Prozent auf 186 Mio. Euro (Vorjahr: 228 Mio.) verkraften. Dennoch zeigte man sich zufrieden mit der Performance der Toptitel im Weihnachtsgeschäft. Allen voran "Prince Of Persia: Warrior Within" sorgte für zufriedene Gesichter. Binnen eines Monats nach Release wurden 1,9 Mio. Kopien des Action-Adventures weltweit verkauft. Einen ähnlichen Erfolg feierte "Ghost Recon 2", von dem 1,4 Mio. Einheiten in sieben Wochen den Besitzer wechselten. Das in Deutschland entwickelte "Die Siedler: Das Erbe der Könige" brachte es auf 220.000 verkaufte Einheiten. Allerdings steht der internationale Release des Strategiespiels noch aus, der die Verkaufszahlen nochmals in die Höhe schnellen lassen soll, da man international gut aufgestellt sei. Laut Daten von GfK, Charttrack, NPD und anderen Marktforschungsinstituten wurde 2004 die Position im Publisher-Ranking ausgebaut. Inzwischen ist Ubisoft die Nummer drei in Frankreich, auf dem vierten Rang in Großbritannien und Deutschland und Inhaber von Platz fünf in Kanada. Zudem beansprucht das Unternehmen, der sechstgrößte Konsolenpublisher in den Vereinigten Staaten zu sein.
Für das vierte Quartal herrscht Optimismus vor. Mit potentiellen Tophits wie "Splinter Cell: Chaos Theory", "Brothers In Arms - Road To Hill 30", "Rainbow Six: Lockdown" sowie dem internationalen Release von "Die Siedler: Das Erbe der Könige" soll der Umsatz im Quartal bis Ende März auf 220 Mio. Euro anwachsen - ein Plus von zehn Prozent. Zwischen 18 und 22 Mio. Euro Nettogewinn sollen nach Quartalsende in den Kassen verbleiben.
Mit einem zweistelligen Wachstum will man auch das kommende Geschäftsjahr abschließen. Bei Umsätzen um die 600 Mio. Euro - ein erwartetes Plus von 12 Prozent - wird ein operativer Gewinn von bis zu 55 Mio. Euro prognostiziert. "Wir befinden uns auf einem guten Weg, unsere gesteckten Ziele für das Geschäftsjahr 2004/05 zu erreichen. Der Ausblick auf 2005/06 ist hervorragend. Damit liefern wir den Beweis, dass wir dank unsere einzigartigen Marken und Studios in der Lage sind, signifikantes Wachstum zu generieren", so Yves Guillemot, CEO von Ubisoft.
Entgegen anderslautenden Vermutungen, ließ der Publisher nichts zu seinen Abwehrplänen gegen eine mögliche feindliche Übernahme durch Electronic Arts verlauten.