Ubisoft wehrt sich gegen mögliche Übernahme
Während Ubisoft CEO Yves Guillemot in US-Medien von dem Versuch einer feindlichen Übernahme spricht, laufen hinter den Kulissen französischen Berichten zufolge Vorbereitungen, weitere Aktienkäufe durch Electronic Arts zu verhindern.
Seit bekannt wurde, dass Electronic Arts annähernd 20 Prozent der Ubisoft-Aktien erworben hat, geht es hinter den Kulissen hoch her. Wie französische Medien berichten, wird seitdem in der Firmenzentrale eifrig an einer Lösung gearbeitet, die eine feindliche Übernahme verhindern soll. So versuche Firmengründer Yves Guillemot derzeit, die an Ubisoft beteiligten Großaktionäre auf eine gemeinsame Linie einzuschwören. Um den Kapitalanteil der Guillemot-Familie weiter zu erhöhen, sei zudem eine Fusion mit der Mobile-Games-Tochter Gameloft in Erwägung gezogen worden.
Die Übernahmespekulationen gingen auch am Kursverlauf der Unternehmensaktien an der Pariser Börse nicht spurlos vorbei: Seit dem 20. Dezember legte der Aktienkurs von gut 18 auf aktuell (Stand: 30. Dezember) rund 27 Euro zu. Die Marktkapitalisierung stieg von rund 300 Mio. auf gut 474 Mio. Euro.
Gegenüber "Gamespot" äußerte sich derweil President und CEO Yves Guillemot. Den Einstieg EAs nannte er "feindlich". Dass der Konkurrent kurzfristig in den Geschäftsbetrieb eingreifen könne, sei aber ausgeschlossen. "Die Unternehmensstrategie wurde zu keiner Zeit mit unseren Aktionären abgestimmt. Diesen Grundsatz werden wir auch weiterhin beibehalten." Man sei derzeit dabei, verschiedene Strategien für mögliche Szenarien auszuarbeiten. Der Schwerpunkt Ubisofts liegt aber wohl in dem Versuch, EA daran zu hindern, weitere Anteile zu erwerben.