2004 war für die Business Software Alliance (BSA) ein arbeitsreiches Jahr. In 1203 Fällen wurden rechtliche Schritte gegen Firmen eingeleitet, deren Software nicht ordnungsgemäß lizenziert war. Vier Mio. Euro Schadenersatz wurden eingetrieben.

Die Business Software Alliance (BSA) hat die Bilanz 2004 für den Raum Europa, Naher Osten und Afrika veröffentlicht. Bei der Jagd nach nichtlizenzierter Software ist man auch im vergangenen Jahr viel zu häufig fündig geworden. Unternehmen, die ihre Software nicht ausreichend lizenziert hatten, zahlten vier Mio. Euro Schadenersatz - ein Zuwachs von fast zehn Prozent gegenüber 2003. Dabei reichte die Spanne von 10.000 Euro bei leichten Verstößen bis hin zu 300.000 Euro im Falle einer Architekturfirma. Zwar sollen gezielte Kampagnen und Informationen verhindern, dass Unternehmen unabsichtlich unterlizenziert sind, "Ermittlungs- und Rechtsaktivitäten sind allerdings immer noch notwendig, um die Piraterie-Rate von hierzulande 30 Prozent zu senken und die Verluste von 1,7 Milliarden Euro einzudämmen, die der Software-Industrie in Deutschland jährlich entstehen", erläuterte Georg Herrnleben, Regionalmanager der BSA für Zentraleuropa.

Im vergangenen Jahr wurden von Gerichten und Staatsanwaltschaften 1372 Durchsuchungen angeordnet. In weiteren 1203 Fällen leitete die BSA rechtliche Schritte gegen Firmen ein, die gegen geltendes Urheberrecht verstießen. Dabei sei auffällig gewesen, dass gerade im kreativ Sektor, der IT-Branche sowie der Agenturszene besonders häufig Verstöße aufgedeckt werden konnten. "Ironischerweise sind es gerade diese Unternehmen, deren Erfolg am stärksten von ihrer Kreativität und dem Schutz ihrer Urheberrechte abhängt", so BSA Vice President EMEA Beth Scott.

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