US-Geschäft belastet Infogrames
Die Atari-Dachgesellschaft Infogrames Entertainment hat weiterhin mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Während die Niederlassungen in Europa und Asien ein zehnprozentiges Umsatzplus vermelden konnten, verhagelte die US-Dependance das zurückliegende Geschäftsjahr.
Infogrames Entertainment, Dachgesellschaft der Atari-Niederlassungen in Europa, Asien und den USA, hatte auch im zum 31. März beendeten Geschäftsjahr mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Dabei zeigt sich ein zwiespältiges Bild: Während die Dependancen in Europa und Asien im vierten Quartal zehn Prozent Umsatzplus generieren konnten, verhagelte die US-Niederlassung die Bilanz. Um 17 Prozent sank der Umsatz im schwächelnden US-Markt. So musste Infogrames vor allem aufgrund des sehr schwierigen zweiten Quartals für das Gesamtjahr mit 391,2 Mio. Euro 32 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr ausweisen (Vorjahr: 557,2 Mio. Euro). Für das vierte Quartal schlugen 94,7 Mio. Euro Umsatz zu Buche, ein Rückgang um 3,5 Prozent. 58 Prozent der Umsatzerlöse wurden in Europa und Asien erzielt. Der Verkauf an Hasbo-Markenrechten, der kurzfristig 52,7 Mio. Euro in die Kassen spülte, sowie ein Restrukturierungsplan für das kränkelnde US-Business soll den Publisher wieder in ruhigere Fahrwasser manövrieren. Gewinn-Verlust-Zahlen veröffentlichte Infogrames nicht.