US-Jugendschutz: Illinois macht ernst, Kalifornien einen Rückzieher
In mehreren US-Bundesstaaten sind derzeit Gesetzesinitiativen anhängig, die es Händlern erschweren sollen, Jugendlichen und Kindern für ihre Alterklasse ungeeignete Spiele zu verkaufen. Während in Illinois ein weiterer Schritt getan wurde, schmetterte der zuständige Ausschuss in Kalifornien die Initiative ab.
Die Zeiten werden rauer in den USA. In mehreren Bundesstaaten sind derzeit Gesetzesinitiativen anhängig, die den Jugendschutz verbessern sollen. Die bislang gültigen Altersfreigaben des Entertainment Software Rating Boards sollen so ergänzt oder rechtlich bindend werden. In Illinois hat ein entsprechender Antrag nun die nächste Hürde genommen. Der zuständige Senatsausschuss billigte die Vorlage mit sechs zu zwei Stimmen und machte damit den Weg zur abschließenden Abstimmung im Senat frei. Erhält der Entwurf Gesetzeskraft, führt der Staat eine eigene Kennzeichnung ein, die Spiele mit gewalttätigen Inhalten mit Verkaufsbeschränkungen belegen soll. Verstöße sollen mit bis zu 1001 Dollar Strafe geahndet werden.
Weniger Erfolg hatte derweil der demokratische Abgeordnete Leland Yee in Kalifornien, der bereits mehrere Anläufe zur Verschärfung des Jugendschutzes bei PC- und Videospielen unternommen hat. Der zuständige Ausschuss wies den Antrag Yees ab. Bis zu 1000 Dollar Strafe hätten demnach Händlern gedroht, die Spiele mit einem "Mature"-Rating an unter 17-Jährige verkaufen. Ausgestanden ist die Debatte damit allerdings noch nicht. Wie u.a. "Gamespot" berichtet, wird allgemein erwartet, dass Yee den Antrag umformulieren und erneut einreichen wird. Der US-Händlerverband Interactive Entertainment Merchants Association (IEMA) begrüßte die kalifornische Entscheidung. Der Gesetzentwurf Yees verstoße schlicht gegen die Verfassung.