US-Markt 2004: 248 Mio. Spiele verkauft
Der US-Branchenverband Entertainment Software Association (ESA) hat weitere Marktdaten für 2004 veröffentlicht. Der Absatz an Video- und PC-Spielen erreichte ein neues Rekordniveau. Die Zukunft verspricht weitere Bestzahlen.
In den Vereinigten Staaten sind Computer- und Videospiele schon längst eine von der Allgemeinheit anerkannte Entertainmentform. Einmal mehr belegen dies die US-Marktdaten der NPD Group für 2004, die nach und nach veröffentlicht werden. Der US-Branchenverband Entertainment Software Association (ESA) bilanzierte jetzt die Softwareverkaufszahlen des vergangenen Jahres. Demnach wurden insgesamt 248 Mio. Computer- und Videospiele in den Vereinigten Staaten verkauft; der Umsatz mit Softwareverkäufen lag bei 7,3 Mrd. Dollar. Neuer Rekord. Mit weitem Abstand an der Spitze dabei sind Spiele für TV-Konsolen, die es auf 160,7 Mio. verkaufte Einheiten und einen Handelsumsatz von 5,2 Mrd. Dollar brachten. Weit weniger gefragt waren Computerspiele, von denen 45 Mio. Stück abgesetzt wurden. Gut 1,1 Mrd. Dollar Umsatz brachten sie dem US-Handel ein. Erstmals über eine Mrd. Dollar Umsatz erzielten Handheld-Spiele, von denen 42,3 Mio. Stück verkauft wurden.
Gekennzeichnet war das Jahr auch in den Vereinigten Staaten durch die großen Blockbuster. Allein zwölf Konsolentitel schafften es, die Marke von mehr als einer Mio. verkauften Einheiten zu durchbrechen. Weitere 50 wurden gut 500.000 Mal verkauft und 197 erzielten Verkäufe von mehr als 250.000 Stück. Die Bestmarke bei PC-Spielen von mehr als 500.000 Einheiten konnten lediglich zwei Titel durchbrechen; weitere 18 schafften mehr als 250.000.
Dabei bevorzugten die US-Gamer mitnichten gewalttätige Spiele, wie die ESA betont. Lediglich 16 Prozent der bestverkauften Spiele 2004 hatten die Alterfreigabe "Mature" (geeignet ab 17 Jahre). 30 Prozent erhielten die Freigabe "Teen" (ab 13 Jahre) und 53 Prozent waren für "Everyone" (ohne Altersbeschränkung) freigegeben. Unter den Konsolenspielern waren Actionspiele mit 30,1 Prozent das beliebteste Genre. 17,8 Prozent entfielen auf Sportspiele; 9,6 Prozent bevorzugten Shooter. Bei den PC-Fans dominierte das Strategiegenre, das 36,9 Prozent der Verkäufe auf sich vereinen konnte. Mit 20,3 Prozent lagen Kindertitel auf dem zweiten Rang, Shooter brachten es auf 16,3 Prozent.
"2004 wurden die Spiele förmlich aus den Regalen gerissen", resümiert Doug Lowenstein, President der ESA. "Alle acht Sekunden wurde ein Konsolen- oder PC-Spiel gekauft, was die ungebrochene Popularität unserer Produkte bestätigt. Mit der kommenden Hardwaregeneration wird unsere Industrie weiterhin zweistellig wachsen. Die Zukunft sieht besser aus als jemals zuvor."