US-PC-Markt in der Krise
Der US-Markt für PC-Spiele konnte 2006 nicht mit dem rasanten Wachstum der anderen Branchensegmente Schritt halten. Ein bescheidenes Wachstum von einem Prozent lassen den Markt weiter zurückfallen, der im vergangenen Jahr bezeichnenderweise von zwei Titeln dominiert wurde, die bereits 2004 auf den Markt kamen.
Die NPD Group hat nun auch die Zahlen für den US-PC-Spielemarkt veröffentlicht - und die Ergebnisse ernüchtern. Mit den rasanten Entwicklungen der anderen Branchensegmente konnte der PC-Bereich nicht Schritt halten. Während der Videospielmarkt um satte 19 Prozent zulegte, betrug die Steigerung im PC-Bereich nur ein bescheidenes Prozent. 970 Mio. US-Dollar wurden nach NPD-Daten mit dem Verkauf von PC-Spielen 2006 umgesetzt. Bezeichnenderweise dominierten dabei zwei Dauerbrenner, die schon vor 2006 erschienen sind.
Vivendis "World Of WarCraft" (WoW) führt die Jahrescharts mit insgesamt 969.000 verkauften Exemplaren an. Die Experten sind sich nach wie vor nicht einig, ob die "WoW"-Dominanz nun ein Symptom oder doch die Ursache des schwächelnden PC-Markts darstellt. Auf den zweiten Platz brachte es mit "Die Sims 2" gar ein Titel, der im September 2006 bereits seit mehr als zwei Jahren im Markt erhältlich war. Nichtsdestotrotz wurden von der beliebten Alltagssimulation noch 598.000 Stück abgesetzt. Weitere vier "Sims"-Ableger - "Open For Business" (3), "Haustiere" (5), "Family Fun - Accessoires" (8) und "Nightlife" (10) - schafften es in die Top 10. Erfolgreichste Vollpreis-Neuveröffentlichung war Activisions "Star Wars: Empire At War", das es aber nur bis auf Platz vier brachte.