USA: Strafsteuer auf Games?
In Texas bewirbt sich der ehemalige Rancher Star Locke um die Gouverneurskandidatur der Republikanischen Partei. Im Falle eines Wahlsiegs des Rechtsaußen droht der Gamesbranche neues Ungemach.
In Texas läuft derzeit der Wahlkampf um die Gouverneurskandidatur der Republikanischen Partei. Einer der Kandidaten, der ehemalige Rancher Star Locke, macht US-Medien zufolge mit populistischen Forderungen auf sich aufmerksam. Im Sinne der Staatsgründer seien Steuern vor allem ein Mittel zur Bestrafung, so Lockes Interpretation. Im Falle eines Wahlsiegs will Locke dementsprechend Strafsteuern auf alles erheben, was seiner Meinung nach nicht sein darf. Im Visier sind u.a. Krankenhäuser, die Abtreibungen durchführen, sowie Getränke mit hohem Zuckeranteil. Darüber hinaus sind auch Computer- und Videospiele ins Blickfeld des Rechtsaußen geraten. Eine 50-prozentige Strafsteuer auf Spiele mit gewalttätigen Inhalten will Locke durchsetzen, sollte er zum Gouverneur gewählt werden. Dass es so weit kommt, ist allerdings unwahrscheinlich. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Amtsinhaber Rick Perry.