Über 1700 Prüfungen wurden 2018 durch das klassische Gremien-Verfahren der USK durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von etwa sieben Prozent, die vor allem auf Prüfaufträge für Nintendo-Switch-Games zurückzuführen ist.

Die Anzahl der Altersprüfungen für Computer- und Videospiele ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt wurden im klassischen Gremien-Verfahren der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) über 1700 Prüfungen durchgeführt und damit sieben Prozent mehr als noch 2017. Grund der Steigerung sind vermehrte Prüfaufträge für die Nintendo Switch.

Den Höhepunkt an durchgeführten Verfahren verzeichnete die USK 2009 mit 3100. Seither war diese Zahl stark im Rückgang bis 2016. Der Anstieg zwischen 2017 und 2018 ist damit der erste signifikante seit 2008/09.

Die Verteilung der Altersfreigaben (Kennzeichen USK 0, USK 6 oder USK 12) blieb hingegen konstant. Lediglich 0,2 Prozent bekamen keine Kennzeichnung und 6,6 Prozent keine Jugendfreigabe. Mit einem Gesamtanteil von 29,4 Prozent wurden die meisten geprüften Spiele ab 12 eingestuft, gefolgt von 23,9 Prozent ohne Einschränkung. Weitere 23,7 Prozent qualifizierten sich für eine Freigabe ab sechs Jahren, die restlichen 16,2 Prozent ab 16.

Auch die Vergabe von Alterskennzeichen für Apps und Online-Spiele blieb weiterhin stark. Diese werden im Rahmen des fragebogenbasiertem International Age Rating Coalition (IARC) Systems durchgeführt, an dem unter anderem Google, Microsoft und Nintendo teilnehmen. In Deutschland unterliegen diese Klassifikationen noch einer Qualitätskontrolle durch die USK. "Die positive Jahresbilanz zeigt, dass Alterskennzeichen nach wie vor hoch im Kurs stehen", so USK-Geschäftsführerin Elisabeth Secker. "Auch 2019 wird die USK ihr Engagement für einen praxistauglichen Jugendschutz weiter ausbauen, um Familien die Medienorientierung im Alltag zu erleichtern. Über das IARC-System und die angeschlossenen Plattformen ist es uns gelungen, eine Vielzahl an marktrelevanten Geräten zu erreichen. Damit der Jugendschutz auch bei den Kindern ankommt können wir Eltern nur ermutigen, die Geräte insbesondere bei den Jüngeren entsprechend voreinzustellen und auf die Alterskennzeichen sowie die Zusatzinformationen der USK zu achten."

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