Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat Bilanz ihrer Arbeit 2002 gezogen. Mehr Prüfungen denn je wurden vorgenommen. Der Anteil nur für ältere Zielgruppen geeigneter Spiele stieg, wenn auch nur marginal, an.

Seit 1994 hat die USK insgesamt 7820 Softwareproduktionen auf ihre Eignung für Kinder und Jugendliche hin überprüft. Allein 1210 Titel wurden im vergangenen Jahr in Augenschein genommen. Ein Rekordjahr, wie aus der USK-Statistik hervorgeht. Einzig in den Jahren '95 und '96, den ersten beiden Jahren nach der Probephase der USK, wurde mit jeweils über 1000 Titelprüfungen eine ähnliche Titelflut bewältigt. Der Hauptgrund für den rapiden Anstieg von 949 im Jahr 2001 auf 1210 im Jahr 2002 zum Test eingereichter Titel liegt bei den Konsolen. So wurden allein 2002 760 Konsolen- und Handheldtitel eingereicht, während es 2001 nur 528 waren.

Die Zahl eingereichter PC-Titel veränderte sich von 421 im Jahr 2001 auf 428 im Jahr 2002 nur gering. Für Dr. Klaus-Peter Gerstenberger, Leiter der USK, ist jedoch nicht allein der Zuwachs bei den Konsolenspielen für den Anstieg eingereichter Titel verantwortlich: "Zudem haben sich auch Antragsteller erstmals bei der USK gemeldet, die bisher an der Alterskennzeichnung nicht beteiligt waren", so der USK-Leiter. Prominentestes Beispiel ist Nintendo. So hat sich Nintendo entschlossen, alle GameCube-Spiele der USK-Prüfung unterziehen zu lassen. Entsprechend hat die USK 2002 insgesamt 110 Einreichungen gezählt. Die Xbox brachte es im vergangenen Jahr auf stattliche 161 Spiele.

Etwas mehr 16er- und 18er-Titel

Nicht eingerechnet sind hier die zehn Spiele, die bereits 2001 eingereicht wurden, aber erst zum Start der Konsole erschienen sind. Führende Konsole, auch was die Zahl bei der USK vorgelegter Softwareproduktionen angeht, war die PlayStation 2: 246 Spiele landeten bei der Berliner Prüfinstanz, 72 mehr als im Vorjahr. Nintendo war im vergangenen Jahr aber nicht der einzige "Neukunde" der USK. Wie aus der Statistik hervorgeht, wurden erstmals auch Titel für Mobiltelefone und PDAs bewertet. Bis Jahresende zählte die USK22 Einreichungen aus diesem Segment. Traditionell nimmt die USK auch eine Auswertung der Genres vor. Wie in den Jahren zuvor kamen die meisten eingereichten Titel aus dem Genre Arcade-Spiele.

Ebenfalls unverändert auf Rang 2 folgen die Sportspiele. Rang 3 teilten sich zwei Genres: Jeweils 105 Jump'n'Run- und 3D-Action-Produtionen wurden vorgelegt. Gerade der 3D-Action-Bereich hat dabei kräftig zugelegt. Im Jahr 2001 hatte die USK nur 65 Spiele verzeichnet. Dieser Anstieg ist laut USK-Leiter Gerstenberger auch dafür verantwortlich, dass in der Bewertungsstatistik ein leichter Anstieg der 16er- und 18er-Titel registriert wurde. Tendenziell mehr Titel als in den Vorjahren wurden aus dem Genre Rollenspiele vorgelegt.

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