ver.di: Urheberrecht in jetziger Form erhalten
Zum heutigen Welttag des geistigen Eigentums hat der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke einen behutsamen Umgang mit dem bestehenden Urheberrecht angemahnt.
Für die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gewährt das Urheberrecht in seiner jetzigen Form effektiven Schutz geistigen Eigentums und zugleich Zugang zu geschützten Werken zu angemessenen Bedingungen. Zum heutigen Welttag des geistigen Eigentums appellierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Weneke daher an die Bundesregierung, das geltende Urheberrecht in seinem Bestand zu erhalten und nur behutsam fortzuentwickeln. "Das tradierte kontinentaleuropäische Urheberrecht hat sich lange Zeit bewährt. Es bietet ein ausgewogenes System von Rechten und Schranken sowie ein eingespieltes Vergütungssystem unter der Einschaltung der Verwertungsgesellschaften", sagte Weneke. Durch die Einführung von Kopierschutzmechanismen und Digital-Rights-Management-Systemen (DMR) könnte sich die Balance allerdings verschieben. Die Gewerkschaft bemängelt, dass solche Verfahren die bisher mögliche Nutzung einschränken, den Informationszugang erschweren und unerwünschte Kontrollstrukturen schaffen könnten. Zudem sei unklar, ob die neuen Systeme auch die Vergütung der Künstler sicherstellen würden. Dies könne derzeit nur die Abrechnung über Verwertungsgesellschaften gewährleisten. Neue Kopierschutz und DRM kämen hingegen lediglich den Verwertungsgesellschaften zugute. Modifikationen am Urheberrecht sollten daher nur aufgrund praktischer Erfahrungen erfolgen, mahnte Wenke.