Wal Mart vor Metro-Übernahme?
Wenn Gerüchte stets einen Kern Wahrheit enthalten, dann steht möglicherweise die Metro unmittelbar vor der Übernahme durch Wal Mart. Angeblich sei das nur noch eine Frage des Preises. Unterdessen dementierte Metro-Großaktionär Haniel.
Als der größte Handelskonzern der Welt, Wal Mart, vor zwei Jahren nach Deutschland drängte, hieß es, Geld spiele keine Rolle. Dass dies tatsächlich der Fall ist, scheint Wal Mart mit der geplanten Übernahme der Metro eindrucksvoll unter Beweis stel-len zu wollen. Einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge seien die Mehrheitseigner der Metro grundsätzlich auch zu einem Verkauf an den US-Handelsriesen Wal Mart bereit. Es sei lediglich noch eine Frage des Preises, berichtete das Magazin. Otto Beisheim, die Brüder Reiner und Michael Schmidt-Ruthenbeck sowie die Duisburger Industriellenfamilie Haniel hätten dem Anteilsverkauf zugestimmt, berichtete das Magazin, ohne eine Quelle zu nennen.
Die drei Anteilseigner halten zusammen 67 Prozent der Metro-Anteile. Laut "Süddeutsche Zeitung" erklärte Metro-Aufsichtsratschef Erwin Conradi zu dem Bericht, es sei Politik des Unternehmens, Gerüchte nicht zu kommentieren. Der Familienkonzern Franz Haniel & Cie. GmbH, der mit 20 Prozent an der Metro beteiligt ist, dementierte den Bericht hingegen: "Mit uns gibt es keinerlei Gespräche. Wir halten unverändert an unserem Metro-Engagement fest", sagte ein Sprecher des Duisburger Familienkonzerns der Nachrichtenagentur dpa. Dennoch wollen die Gerüchte nicht abreißen, die neben einer Übernahme durch Wal Mart etwa von Teilverkäufen einzelner Metro-Sparten (Real-Verbrauchermärkte, Praktiker-Baumärkte oder Kaufhof-Warenhäuser) wissen wollen.