Wechselgeldbedarf in den ersten Tagen
Als Händler müssen Sie sich darauf einstellen, in den ersten Tagen des nächsten Jahres DM-Banknoten und -Münzen in erheblichen Umfang zu erhalten. Diese Beträge stellen für Sie aber kein Wechselgeld mehr dar, denn das sollten Sie zurückführen und nicht mehr weiter verwenden.
Das heißt, wenn nicht betragsgenau gezahlt wird, müssen Sie Wechselgeld in Euro herausgeben. Fordern Sie Ihre Kunden auf, betragsgenau in Mark zu zahlen, so können Sie den benötigten Eurowechselgeldbedarf kleiner halten. Der HDE empfiehlt zum Beispiel Aktionen wie Verlosungen unter den Kunden, die betragsgenau zahlen. Grundsätzlich erhalten Kunden - abgesehen von den Starter Kits für Verbraucher - ihre Euroerstausstattung aus Geldausgabeautomaten oder von Banken und Sparkassen. Trotzdem können sie in den ersten Tagen nicht betragsgenau in Euro bezahlen, weil sie über zu wenig Münzen verfügen. Für Sie als Einzelhändler bedeutet das also, dass sie mehr Eurobanknoten als vorab DM in ihre Kassen nehmen müssen.
Gleichzeitig benötigen Sie einen größeren Vorrat an Euromünzen und -banknoten. Entschärfen lässt sich das Problem, indem Sie Ihre Kunden verstärkt auffordern, bargeldlos zu bezahlen. Somit entsteht Ihnen kein Wechselgeldproblem. Grundsätzlich hängt der Wechselgeldbedarf also vom Anteil der DM-Zahler, vom Anteil der Kunden, die mit großen Geldscheinen zahlen und vom Anteil der Kartenzahler ab. Schon im voraus sollten Sie darum diese drei Parameter für sich bewerten und danach Ihren Euroerstbedarf grob berechnen. Das Frontloading der Banken und Sparkassen mit der neuen Währung beginnt zum 1. September. Prinzipiell kann das Sub-Frontloading der Einzelhändler mit Euro-scheinen und -münzen zum gleichen Zeitpunkt beginnen.