Open House wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Unser Unternehmen vertritt schon seit langem die Ansicht, dass die Regelung der Ladenöffnungszeiten am besten durch den Markt und nicht durch den Gesetzgeber erfolgen sollte. Die verlängerten Öffnungszeiten am Samstag, die bei Media Markt und bei Saturn sehr gut angenommen werden, haben uns die Möglichkeit gegeben, unsere Kunden zu den Zeiten bedienen zu können, zu denen sie es wünschen. Ganz klar: Es geht uns nicht darum, immer länger oder womöglich gar rund um die Uhr, sondern zu den Zeiten unsere Märkte zu öffnen, zu denen Menschen bei uns einkaufen wollen. Bernhard Taubenberger, Leiter Unternehmenskommunikation Media-Saturn-Holding

Das größte Problem unbegrenzter Öffnungszeiten ist der zusätzliche Personalaufwand. Das schadet insbesondere dem Independenthandel, die Flächenmärkte können das leichter auffangen. Andererseits würde die Liberalisierung auch zu mehr Flexibilität führen. Da wir auch im Verleihgeschäft aktiv sind, ist eine Sonntagsöffnung für uns sinnvoll. Der grundsätzliche Bedarf ist schon da. Allerdings fehlt es wohl noch am Bewusstsein der Kunden, sonntags überhaupt einkaufen gehen zu können. Das zu ändern braucht natürlich Zeit und ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Andreas Isleif, GF Bulldog Games Springe

Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüßen, dass jeder Händler seine Öffnungszeiten selbst bestimmen kann. Es ist allerdings ein Trugschluss zu glauben, dass durch Sonntagsöffnung auch nur ein Cent mehr verdient wird. Die Ladenschlusszeiten sind in den Köpfen der Kunden eingebrannt, da wird eine Änderung nur sehr langsam wahrgenommen. Für mich als Unternehmer steigen dann natürlich die Kosten. Sonntags könnte ich dann auch nur eine Aushilfe einstellen und somit nicht mehr den gewohnten Servicelevel halten. Stefan Kimmlingen, Inhaber SK GameNatiX, Trier

Für uns würe dies wenig Sinn ergeben. Der Laden ist eher abgelegen, da kommt nicht viel Laufkundschaft. Zudem konzentrieren wir uns auf den Onlineshop, der ohnehin 24 Stunden am Tag geöffnet hat. Ich denke auch, dass generell wenig Bedarf im Gameshandel besteht, am Sonntag oder in den Nachtstunden geöffnet zu haben. Sollte wirklich jemand am Wochenende ein Spiel wollen, stehen ja genügend Videotheken zur Verfügung. Gerade dem Independenthandel würde eine Liberalisierung, wie Clement sie propagiert, eher schaden und auch bei den Flächenmärkten wohl in keiner vernünftigen Relation zum Mehraufwand stehen. Schließlich kann das ohnehin begrenzte Geld nur einmal ausgegeben werden. Christian Wüstner, GF Game World, Bremen darzulegen

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