Wolters: Umgang mit Nazisymbolen ist vorauseilender Gehorsam
Bei der Lektüre eines GamesMarkt-Beitrags über den Umgang mit Nazisymbolik sträubten sich dem ehemaligen BIU-Chef Olaf Wolters die Haare. Obwohl dieser faktisch richtig ist, kritisiert er den darin geschilderten, aktuellen Umgang mit der Problematik in der Branche.
GamesMarkt beschäftige sich zuletzt mit der Frage, warum die Darstellung von verfassungsfeindlichen Symbolen in Deutschland in Videospielen untersagt, in Filmen hingegen durch die Freiheit der Kunst gedeckt ist (nachzulesen in GamesMarkt 15/2013 oder ). Der auf Medien und Games spezialisierte Anwalt Dr. Andreas Lober stand dafür als Experte für die juristische Rahmensituation zur Seite. Anhand des aktuellen Fallbeispiels "Wolfenstein: The New Order" wurde dargelegt, wie ZeniMax/Bethesda diesbezügliche rechtliche Fallstricke in Deutschland meidet.
Dem ehemalige und langjährige Geschäftsführer des BIU, Olaf Wolters, stellten sich bei der Lektüre "die Haare zu Berge". Obwohl er zugibt, dass die rechtliche Ausgangssituation im Beitrag richtig dargestellt wird, kritisiert er in einer Replik dennoch die Vorgehensweise und fordert von Publishern mehr Mut, es im Zweifelsfall gar zu einem Musterprozess kommen zu lassen, um die Regelung zur Darstellung von Nazisymbolik zu kippen. Die aktuell vorherrschende Herangehensweise nennt er vorauseilenden Gehorsam, der die Regel zementiere.
Den vollständigen Artikel lesen Abonnenten in GamesMarkt 16 oder .