Xbox 360 in Japan: Microsoft erhöht die Schlagzahl
Voraussichtlich bis zum November ist Microsofts Xbox 360 das einzig erhältliche Next-Generation-Gerät auf dem japanischen Markt. Genug Zeit also, um die Zurückhaltung der Japaner gegenüber der Konsole zu brechen? Eine Produktoffensive soll es nun richten.
Mit einer neuerlichen Produktoffensive will Microsoft bis zum Launch von PlayStation 3 im November Boden im japanischen Markt gut machen. Von der anhaltenden Zurückhaltung japanischer Konsumenten gegenüber Xbox 360 lässt sich der Konzern jedenfalls nicht entmutigen. Bis zum Sommer diesen Jahres sollen über 40 Spiele - darunter vor allem auf die japanischen Bedürfnisse zugeschnittene Rollenspieltitel - das bislang mit 25 erhältlichen Games noch recht spärliche Xbox-360-Angebot ergänzen. Zum Jahresende stellte Takashi Sensui, seit kurzem General Manager der japanischen Xbox-Division, gar 80 verfügbare Spiele in Aussicht. Zudem will der Konzern vermehrt Gelegenheitsspieler und Retrofans mit Xbox Live Arcade ansprechen. Namco Bandai, SNK Playmore, Konami, Hudson, Yuke's und D3 hätten zugesagt, den Arcade-Service künftig mit Spielen zu unterstützen.
Der Erfolgsdruck auf die Microsoft-Mannschaft in Japan ist jedenfalls nicht zu unterschätzen. Laut Peter Moore, Corporate Vice President of the Interactive Entertainment Business bei Microsoft, könne von einer erfolgreichen Konsole erst dann gesprochen werden, wenn der Durchbruch im japanischen Markt geschafft ist. Wie weit der Konzern derzeit von diesem Ziel entfernt ist, verdeutlichen aktuelle Zahlen von Enterbrain, die "Reuters" veröffentlichte. Demnach wurden seit Start im vergangenen Dezember bis Ende März lediglich 123.000 Xbox 360 in Japan abgesetzt. Zum Vergleich: im selben Zeitraum verkaufte Sony Computer Entertainment nahezu eine Mio. PlayStation-2-Konsolen in Japan.