Xbox-Hardware-Absatz steigt, Umsatz mit Games leicht rückläufig
Von Juli bis September 2022 meldet Microsoft höhere Umsätze im Xbox-Hardware-Segment, besonders die Xbox Series S hebt CEO Satya Nadella als Einstiegskonsole hervor. Im Content-und-Services-Bereich gingen die Umsätze allerdings zurück, obwohl der Game Pass weiter Abonnenten gewinnt.
Microsoft hat die Ergebnisse für das erste Quartal, von Juli bis September 2022, des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. In der Gaming-Sparte stiegen die Umsätze "leicht", auf knapp 3,61 Milliarden Dollar. Während die Hardware-Einnahmen um 13 Prozent bzw. um 19 Prozent bei konstanten Wechselkursen (cc) stiegen, gingen die Einnahmen im Content-und-Services-Bereich um drei Prozent zurück, beziehungsweise ein Rückgang um ein Prozent bei konstanten Wechselkursen. Die rückläufigen Umsätze werden auf geringere Engagementstunden bei den Nutzer:innen zurückgeführt, wurden aber teilweise durch den Anstieg der Game-Pass-Abonnenten ausgeglichen. Größere First-Party-Releases in dem Zeitraum fehlten weitgehend.
Satya Nadella, CEO von Microsoft, erwähnte gegenüber Investor:innen, dass die Game-Pass-Abonnenten auf PC um 159 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen wären und nahezu die Hälfte aller Käufer:innen einer Xbox Series S neu im Xbox-Ökosystem wären. Konkrete Zahlen nannte der Microsoft-Chef wie gewohnt nicht. Immerhin verriet er, dass mittlerweile mehr als 20 Millionen Menschen Games über Xbox Cloud Gaming gestreamt hätten. Anfang des Jahres, als Microsoft eine Kooperation mit Epic Games angekündigt hatte, um "Fortnite" auf Xbox Cloud Gaming zu bringen, war noch von zehn Millionen Cloud-Nutzer:innen die Rede.
Microsoft als Gesamtunternehmen hat 50,122 Milliarden Dollar umgesetzt, etwa elf Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Werden Währungseffekte rausgerechnet, liegt das Wachstum bei 16 Prozent. Hauptumsatztreiber war abermals das Cloud-Geschäft, Azure und Office 365, mit einem Wachstum um 24 Prozent, das etwas mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz beitrug. Der Nettogewinn hingegen ist um 14 Prozent rückläufig (minus acht Prozent ohne Währungseffekte), auf 17,6 Milliarden Dollar. Aufgrund des paritätischen Wechselkurses zwischen Euro und Dollar (Stand: 26. Oktober, 14:40 Uhr) wurde auf eine Umrechnung der Dollar-Angaben verzichtet.
Marcel Kleffmann