Der britische Parlamentarier Keith Vaz plant Medienberichten zufolge eine Gesetzesinitiative, um die Alterskennzeichnung für Computer- und Videospiele unter staatliche Aufsicht zu stellen.

In Großbritannien könnte die freiwillige Selbstkontrolle der Spieleindustrie bereits in Kürze auf den Prüfstand kommen. Britischen Medienberichten zufolge plant der Parlamentarier Keith Vaz eine Gesetzesinitiative, um die Altersfreigabe von Computer- und Videospielen unter staatliche Aufsicht zu stellen. "Ein System, bei dem sich die Industrie selbst kontrolliert, ist nicht ausreichend", sagte der Politker. Vielmehr schwebten ihm strenge staatliche Vorgaben vor, anhand derer die Altersfreigabe erfolgen soll.

Die britische Branche reagierte mit Verwunderung. Roger Bennett, Director General des Industrieverbands Entertainment & Leisure Software Publishers Association (ELSPA), wies solche Überlegungen weit von sich. Das bestehende System habe sich bewährt. Auch seien im Dialog mit der Politik bislang keine Probleme zu Tage getreten. Dass eine entsprechende Gesetzesvorlage große Aussicht auf Erfolg habe, wird bezweifelt.

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