Auch wenn sich die Situation bei US-Publisher Atari im vierten Quartal leicht besserte, bestehen nach Abschluss des Gesamtjahres nach Unternehmensangaben ernsthafte Zweifel an der weiteren Geschäftstüchtigkeit des Unternehmens.

Die Bilanz von US-Publisher Atari ist weiterhin tiefrot. Obwohl sich in den Zahlen für das zum 31. März beendete vierte Quartal eine leichte Besserung der angespannten Situation ablesen lässt, bestehen nach Unternehmensangaben ernsthafte Zweifel an der weiteren Geschäftstüchtigkeit des Unternehmens. So konnten im vierten Quartal bei 54,7 Mio. Dollar Umsatz (Vorjahr: 64,4 Mio.) die Verluste von 9,1 Mio. aus dem Vorjahr auf 4,3 Mio. Dollar reduziert werden. Zu verdanken sei das bessere, wenn auch weiterhin negative Ergebnis, vor allem den Restrukturierungsbemühungen im US-Geschäft, die mit 2,5 Mio. Dollar in der Bilanz stehen, sowie der Gamefirst-Initiative, in der Atari den gesamten Backkatalog mit Ausnahme Nintendo DS, PlayStation Portable und Xbox 360 zu einem einheitlichen Preis von 19,95 Dollar in den US-Handel gebracht hat.

Doch auch die leichte Besserung im vierten Quartal konnte nicht verhindern, dass für das Gesamtjahr "substantielle" Verluste in zweistelliger Millionenhöhe anfielen. Während der Unternehmensumsatz von 407,8 Mio. auf 218,7 Mio. Dollar nahezu halbiert wurde, türmte sich ein Verlust von 67,1 Mio. Dollar auf. Im Vorjahr verzeichnete der Publisher noch gut 5,7 Mio. Dollar Gewinn. Die finanzielle Situation Ataris bleibt äußerst angespannt.

Ganz ohne Hoffnung ist die Unternehmensführung offenbar aber nicht. Weitere Restrukturierungen und Titel für die kommende Konsolengeneration sollen helfen, aus den roten Zahlen zu kommen. Rückbesinnung auf alte Stärken ist für Unternehmens-CEO Bruno Bonnell dabei eine der Kernaufgaben: "Atari steht seit mehr als 30 Jahren für Innovation. Während wir unsere strategischen Ziele verfolgen, müssen wir Atari wieder zu der Kultmarke machen, die es einst war."

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