Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Zahlen für das 3. Geschäftsjahresquartal hat Atari USA neue Maßnahmen zur Kostensenkung angekündigt. Es ist das erste Maßnahmenpaket des seit Ende November bei Atari USA tätigen CEOs Jim Caparro.

Die Restrukturierung bei Atari geht weiter. Parallel zur Bekanntgabe der Ergebnisse für das 3. Geschäftsjahresquartal wurden auch neue Maßnahmen zur Kostensenkung vorgestellt. Nach dem Wechsel an der Managementspitze der amerikanischen Atari-Gesellschaft wurden vor allem die dortigen Maßnahmen mit Spannung erwartet. "In den vergangenen acht Wochen haben wir alle Bereiche unseres Unternehmens eingehend analysiert", leitete Jim Caparro, der Bruno Bonnell als CEO von Atari USA abgelöst hatte, die kommenden Maßnahmen ein. Dabei habe man viele, bislang ungenutzte Möglichkeiten ausfindig machen können. "In einem sehr kurzen Zeitraum haben wir aggressive Schritte eingeleitet, die strukturelle, operative und finanzielle Bereiche betreffen und unserer Meinung nach zu einer besseren Positionierung der Firma führen werden."

Eine der Maßnahmen waren deutliche Veränderungen im Management. Allein seit Ende Januar wurden mit Diane Baker, Executive VP und CFO, Lisa Rothblum, Executive VP Administration and Operations, und Jeffrey Kempler, Senior VP Business and Legal Affairs, drei Toppositionen bei Atari neu besetzt. Alle drei verfügen über langjährige Managementerfahrung und haben ihre Wurzeln in anderen Medienbereichen wie der Musik- oder Verlagsbranche.

Zusätzlich zu den personellen Veränderungen hat Atari die Schließung der Publishingunits in Kalifornien beschlossen. Die Aufgaben der betroffenen Büros werden künftig von der New Yorker Firmenzentrale aus wahrgenommen. Last but not least gab es Veränderungen bei der Produktplanung, um das Absatzpotenzial einiger Titel weiter zu optimieren.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.