Bach: "Schwarze Zahlen bis 2008!"
Auf 315 Mio. US-Dollar belief sich der operative Verlust der Entertainment and Devices Division (E&D) von Microsoft im ersten Quartal. Laut E&D-President Robbie Bach sollen sich die Vorzeichen bis 2008 umkehren. Dann rechnet Bach erstmals mit schwarzen Zahlen aus dem Xbox-Geschäft.
Gegenüber der britischen Presse bekräftigte Robbie Bach, President der Entertainment and Devices Division von Microsoft, die Zielsetzung, mit der seit Jahren defizitären Spieleabteilung ab 2008 schwarze Zahlen zu schreiben. Auf 315 Mio. US-Dollar belief sich der Verlust der Abteilung aus dem 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Binnen einem Jahr will Bach die Vorzeichen nun umkehren. Bewerkstelligt werden soll dieses Kunststück mithilfe der inzwischen großen Basis an vorhandenen 360-Konsolen, die in den kommenden Monaten die kritische Masse erreichen soll. Gewinne aus dem Onlineservice Xbox Live sowie dem Spieleverkauf könnten so schon bald die roten Zahlen beim Hardwareverkauf aufwiegen.
Auch zur momentanen Konkurrenzsituation äußerte sich Bach, der vor allem an Sonys PlayStation 3 kein gutes Haar ließ. "Sony steht, denke ich, vor einigen wirklich großen Herausforderungen. Sie haben ein Preisproblem, ein Kostenproblem, ein Content-Problem und verfügen über keinerlei Onlineservice", fasst Bach Microsofts Sicht der Dinge zusammen. Nintendo hingegen kam gut weg in der Beurteilung. Gemeinsam mit dem eigenen Unternehmen sieht Bach den Traditionshersteller als maßgeblich im Next-Generation-Geschäft an.