Bär kommentiert DOSB-Position als "schwer nachvollziehbar"
In die Diskussion um die Positionierung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) gegen eine Anerkennung des eSport schaltet sich nun auch Dorothee Bär ein, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, in die Debatte ein. Statt sich zu verschließen solle der DOSB dieses Feld lieber mitformen.
Die Kritik an der Positionierung des DOSB hat das Kanzeleramt erreicht. Dorothee Bär, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, hat in einer Stellungnahme die Position des DOSB kritisiert. Sie sei vor dem Hintergrund des digitalen Wandels nicht nachollziehbar. "Es sollten die Chancen des eSports als eine Bereicherung und Ergänzung zum analogen Sport im Vordergrund stehen. Es ist ein Irrtum, dass es nur ein "'entweder oder'" zwischen digitaler und analoger Welt geben kann und nicht ein 'sowohl als auch'", sagt Bär.
Widersprochen hat Bär außerdem der Ansicht des DOSB, dass es keine Vergleichbarkeit von digitalem und analogem Sport gibt. Auch im eSport würden Prinzipien wie Fair Play und Respekt gelten."Es zählt das Leistungsprinzip, Menschen unterschiedlicher Nationen und Hautfarben kommen zusammen, um sich miteinander zu messen. "Citius, altius, fortius", dieses olympische Motto gilt auch in der digitalen eSport Welt. Hier liegen die Tartanbahnen der Zukunft", so Bär weiter.
Auch deshalb plädiert die Staatsministerin für Digitalisierung, dass sich der DOSB positiv einbringt anstatt sich der Entwicklung zu verschließen. "Wir sollten im eSport eine ganz neue Möglichkeit sehen, über die Kontinente hinweg das olympische Motto zu verwirklichen und zu leben - und zwar viel breiter, als wir es derzeit tun! Der DOSB sollte die Chance ergreifen, dieses Feld mitzuformen und zu entwickeln", meint Bär.