Nach media control hat nun auch der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) Marktzahlen zum deutschen Spielejahr 2006 veröffentlicht. Auf Basis neuer GfK-Zahlen wuchs der Markt im vergangenen Jahr um 13 Prozent.

Der deutsche Markt für Computer- und Videospiele inklusive Konsolen-Hardware wuchs im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 1,77 Mrd. Euro Umsatz an. Dies teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien auf Basis neuer Zahlen von media control GfK mit. Wachstumstreiber war dabei der Markt für Videospiele, der im Jahresvergleich um mehr als zehn Prozent auf 780 Mio. Euro zulegte. Um nahezu 31 Prozent wuchs der Umsatz aus dem Verkauf von Konsolen-Hardware. Nach 372 Mio. Euro 2006 wurde hierzulande mit dem Verkauf von insgesamt 2,9 Mio. Hardware-Einheiten ein Umsatz von 478 Mio. Euro generiert. Der Umsatz mit PC-Spielen erreichte diese Marken nicht: Lediglich rund 0,6 Prozent Umsatzwachstum auf 503 Mio. Euro ließen den Teilmarkt im ehemaligen PC-Spielemarkt Deutschland weiter zurückfallen.

Einen Blick in die Zukunft werfen Bitkom und Ernst & Young mit der in Berlin vorgestellten Studie "Digitale Spiele in Deutschland - Trends und Perspektiven 2007". Drei Trends haben die Marktforscher ausgemacht, die in den kommenden Jahren den Markt bewegen werden. Spiele für Handys und Handheldsysteme, Multiplayer-Games über das Internet sowie die gezielte Zielgruppenerweiterung werden demzufolge in den kommenden Monaten die bestimmenden Themen sein. Nachholbedarf wird derweil im Bereich Standortförderung gesehen. Während in Großbritannien oder auch Frankreich international erfolgreiche Entwickler Erfolge feiern, bleiben die Deutschen in erster Linie Spielekonsumenten, so der Bitkom. "Wir müssen die Ausbildung von Spieleentwicklern daher hierzulande auf internationales Niveau bringen - durch moderne Ausbildungsmöglichkeiten, durch anerkannte Abschlüsse und durch die Anbindung der Hochschulen", forderte Bitkom-Präsidiumsmitglied Manfred Gerdes.

Erst kürzlich hatte die Baden-Badener Dependance von media control Jahreszahlen aus dem deutschen Markt veröffentlicht, die von den nun veröffentlichten GfK-Zahlen beträchtlich abweichen. Die Differenzen liegen in den unterschiedlichen Erhebungsmethoden begründet.

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