"Black"
Entwickler Criterion führt die facettenreiche Disziplin der Egoshooter auf ihre Grundkomponenten zurück: Waffen und Zerstörung.. Der Spieler ist ein altgedienter Offizier der US-Armee, der inoffizielle Kampfeinsätze in ungastlichen Ecken der Erde durchführt. Ohne große Umschweife nimmt der Spieler Sturmgewehr und Schrotflinte zur Hand und pumpt jede Kreatur, die ihm den Weg zum Levelende versperrt, mit Blei voll. Manchmal hat er dabei Mitstreiter, allerdings können die Kameraden nicht befehligt werden - sie dienen nur der Atmosphäre. Die strotzt dank grandioser Präsentation vor Adrenalin. Die Umgebung ist in weiten Bereichen zerstörbar, Kugeln lassen Scheiben splittern und zerfetzen Wände. Dabei wirbelt eine Myriade von Teilchen durch die Luft, grelle Explosionen rauben den Atem. Natürlich wird die Umgebung auch gegen die Bösewichter eingesetzt. Wer den Scharfschützen ohne langes Zielen vom Häuserblock herunterbringen will, lässt mittels Raketenwerfer das halbe Gebäude einstürzen. Wie zufällig stehen zudem an neuralgischen Punkten Gastanks, Ölfässer oder Munitionskisten bereit, geeignet eine Wachkompanie ohne Aufwand zu verdampfen. Was nicht heißt, dass "Black" ein simpel wäre: Umsichtiges Vorankämpfen, Ausnutzen von Deckung und kluge Waffenwahl sind die Voraussetzungen, um durchzuhalten. Dafür gibt es keine komplexen Missionsziele, auch auf andere Egoshooter-Features - von der Sprungtaste über die Darstellung von Blut bis zum Multiplayermodus - wurde verzichtet.
Kritik "Black" ist konzentrierte, komprimierte und kompromisslose Action. Spielerisch ohne jeden Gehalt, aber trotzdem ein so mitreißendes Spektakel, dass man keine Sekunde bereut, die man mit dieser digitalen Hirnlosigkeit verschwendet. Die glänzende Technik tut ihr Übriges, den Titel zum letzten großen Shooter dieser Konsolengeneration zu machen.
Langtext Mit einem lupenreinen Egoshooter werden die "Burnout"-Macher zwar ihrem Leib-und-Magen-Genre untreu, nicht aber ihrer Design-philosophie: "Black" ist ebenso bombastisch inszeniert und technisch überragend wie simpel gestrickt. Perfekte Actionunterhaltung eben. Die englischen Entwickler Criterion beherrschen die Reduktion auf das Wesentliche: Nachdem mit der "Burnout"-Reihe Rennspiele auf die Quintessenzen Tempo und Unfallgefahr eingedampft wurden, führt man nun die facettenreiche Disziplin der Egoshooter auf ihre Grundkomponenten zurück: Waffen und Zerstörung. Zumindest besitzt "Black" noch eine dünne Story, die Letzteres legitimiert. Der Spieler ist ein altgedienter Offizier der US-Armee, der inoffizielle Kampfeinsätze in ungastlichen Ecken der Welt durchführt. Das aktuelle Ziel lautet Russland, wo ein übergelaufener Agent ausgeschaltet werden soll. Zwischen den beiden Männern liegen allerdings ein knappes Dutzend Level, die mit hunderten Soldaten bevölkert sind - zunächst zumindest. Ohne große Umschweife nimmt der Spieler Sturmgewehr und Schrotflinte zur Hand und pumpt jede Kreatur, die zwischen ihm und dem auf linearem Weg zu erreichenden Levelende steht, mit Blei voll. Manchmal hat er dabei Mitstreiter, allerdings können die Kameraden nicht befehligt werden (das widerspräche dem schnörkellosen Ansatz) und sind auch sonst keine große Hilfe - sie dienen nur der Atmosphäre. Die strotzt dank grandioser Präsentation nur so vor Adrenalin. Die Umgebung ist in weiten Bereichen zerstörbar, Kugeln lassen Scheiben splittern und Putz rieseln, wirbeln Dreck vom Boden auf und fetzen Rinde von Bäumen, zerlegen hölzerne Fußböden und morsche Wände. Dabei wirbelt eine Myriade von Teilchen durch die Luft, Staub nimmt die Sicht, grelle Explosionen rauben den Atem. Die Zerstörungsorgie ist kein reiner Selbstzweck: Leichte Deckungen wie Autowracks oder Lattenwände bieten nur kurzfristig Schutz und zwingen zum Handeln - Hektik und Chaos intensivieren das atemlose Spielerlebnis. Natürlich wird die Umgebung auch gegen die Bösewichter eingesetzt. Wer den Scharfschützen ohne langes Zielen vom Häuserblock herunterbringen will, lässt mittels Raketenwerfer das halbe Gebäude einstürzen; beherzte Granatwürfe sprengen den Weg in feindliches Territorium frei. Wie zufällig stehen zudem an neuralgischen Punkten Gastanks, Benzinlaster, Ölfässer oder Munitionskisten, gut erkennbar an ihrer roten Farbe und immer bereit, eine halbe Wachkompanie ohne großen Aufwand zu verdampfen. Was nicht heißt, dass "Black" ein simples Spiel wäre: Umsichtiges Vorankämpfen, Ausnutzen von Deckung und kluge Wahl der Waffen (von denen nur jeweils zwei mitgeführt werden) sind die Voraussetzungen, um bis zum Ende durchzuhalten. Dafür gibt es weder komplexe Missionsziele noch Schleicheinlagen, auch auf viele andere Egoshooterfeatures - von einer Sprungtaste über die Darstellung von Blut bis zum Multiplayermodus - hat man verzichtet. Fazit: "Black" ist konzentrierte, komprimierte und kompromisslose Action. Spielerisch ohne jeden Gehalt, aber trotzdem ein so mitreißendes Spektakel, dass man keine Sekunde bereut, die man mit dieser digitalen Hirnlosigkeit verschwendet. Die glänzende Technik tut ihr Übriges, den Titel zum letzten großen Shooter dieser Konsolengeneration zu machen.