Eine der kontroversesten Spielereihen der letzten Jahre findet dank Regisseur Uwe Boll ihren Weg ins Kino. Wie Entwickler Running with Scissors bestätigte, wird der umstrittene Filmemacher "Postal" für die große Leinwand adaptieren.

Nach "House of the Dead", "Alone in the Dark" und zuletzt "Dungeon Siege" wird eines der umstrittensten Computerspiele der letzten Jahre das nächste Projekt des deutschen Regisseurs Uwe Boll. Wie Entwickler Running with Scissors bestätigte, wird Boll die "Postal"-Reihe für die große Leinwand adaptieren.

In den beiden bisherigen "Postal"-Spielen terrorisierte der Spieler in der Rolle des "Postal-Guy" Amok laufend eine amerikanische Kleinstadt. Dabei verzichteten die Designer beileibe nicht auf Gewaltdarstellungen. Vielfach wurden die Spiele schlicht als geschmacklos kritisiert. Running with Scissors argumentiert hingegen, "Postal" könne auch komplett ohne Gewaltanwendung gespielt werden. In den USA sind die Spiele nur für Erwachsene erhältlich, in Deutschland kamen sie nie auf den Markt.

Vince Desi, CEO von Running with Scissors, hat in Boll jedenfalls seinen Wunschkandidaten für eine Verfilmung gefunden: "Uwe versteht die Thematik des Spiels und kennt sich mit kontroversen Inhalten aus." Boll selbst zählt die "Postal"-Spiele zu seinen eigenen Favoriten im Gamesbereich. "Sie sind ein Spiegel unserer Gesellschaft - witzig, brutal, absurd", so der Regisseur. Die Dreharbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen. Der Kinostart ist für 2007 vorgesehen.

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