Die Business Software Alliance (BSA) hatte bislang 2005 deutlich mehr zu tun als in den Vorjahren. Um 15 Prozent ist die Zahl der Hinweise auf mögliche Unterlizenzierung in Unternehmen im Jahresvergleich angewachsen. Überführte Unternehmen müssen mittlerweile mit schmerzhaften Strafen rechnen.

Die Business Software Alliance (BSA) verzeichnete in diesem Jahr bislang einen Zuwachs von 23 Prozent bei der Höhe der Schadensersatzzahlungen für den Einsatz unlizenzierter Software. Allein im August verpflichteten sich zwei Unternehmen aus Baden-Württemberg bzw. Nordrhein-Westfalen zur Zahlung von insgesamt 385.000 Euro. Dass es überhaupt soweit kommen musste, bedauert auch die BSA, wie Rechtsanwalt Dr. Christoph Süßenberger darlegte: "Unsere Erfahrungen zeigen, dass in sieben von zehn Unternehmen Urheberrechtsverletzungen vermieden worden wären, wenn rechtzeitig Prozesse für ein effizientes Softwaremanagement eingeführt worden wären."

Insgesamt stieg die Zahl der Untersuchungen im Laufe des Jahres weiter an. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die BSA im August 15 Prozent mehr Hinweise auf möglicherweise unlizenzierte Software. Dies läge zum einen an der stetig verbesserten Zusammenarbeit mit der Polizei und zum anderen an der wachsenden Anzahl von Hinweisen, die über die Homepage der BSA eingingen. Viele IT-Mitarbeiter seien unsicher, ob sie selbst für die Verfehlungen ihrer Arbeitgeber haftbar gemacht werden können. Diese Gruppe gehöre zu den Haupthinweisgebern der BSA, führt Georg Herrnleben, Regionalmanager der BSA in Zentraleuropa, aus. In diesem Zusammenhang appelliert der Verband an Geschäftsführer und Unternehmen, von den Unterstützungsangeboten bei der Einführung eines Software Asset Management Gebrauch zu machen. "Wir sind uns bewusst", so Herrnleben, "dass die meisten Unternehmen eher durch Nachlässigkeit denn krimineller Ernergie in die Unterlizenzierung geraten. Um so wichtiger ist es, dem Thema Software und Lizenzverwaltung einen höheren Stellenwert einzuräumen."

Share this post

Written by

Frank-Walter Steinmeier Sends Presidential Message to Gaming Industry
Frank-Walter Steinmeier, President of the Federal Republic of Germany, and Clemens Mayer-Wegelin, Managing Director General Counsel Europe Nintendo of Europe and Chairman of the Board at Video Games Europe at gamescom 2026. (Picture: Koelnmesse GmbH, Uwe Weiser)

Frank-Walter Steinmeier Sends Presidential Message to Gaming Industry

By Stephan Steininger 1 min read