Erhebliche Umsatzeinbrüche sowie umfassende Wertberichtigungen haben CDV Software zum Halbjahr in eine gefährliche Schieflage geraten lassen. Das Grundkapital der Aktiengesellschaft ist nach hohen Verlusten zu mehr als der Hälfte aufgezehrt.

Die hohen Verluste des ersten Geschäftshalbjahres haben die CDV Software Entertainment AG in erhebliche Schieflage geraten lassen. Wie das Unternehmen mitteilte, hätten erhebliche operative Verluste sowie umfangreiche Wertberichtigungen das Grundkapital der Gesellschaft um mehr als die Hälfte aufgezehrt. Das bilanzierte Eigenkapital wird mit Stichtag 30. Juni mit nur noch 136.000 Euro ausgewiesen. Der Bilanzverlust beläuft sich nach sechs Monaten auf 12,180 Mio. Euro. Gegenmaßnahmen seien unverzüglich eingeleitet und teilweise bereits vollzogen worden, so CDV. Die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft habe sich aber nicht mehr verhindern lassen.

Der Jahresfehlbetrag per 30. Juni beläuft sich auf gut sechs Mio. Euro. Im Vorjahr konnten noch 1,1 Mio. Euro Gewinn verbucht werden. Verantwortlich hierfür sei in erster Linie der massive Umsatzrückgang von 7,6 Mio. Euro aus dem Vorjahr auf nun 2,7 Mio. Euro. Wertberichtigungen, eine Erhöhung der Rückstellungen für Retouren sowie hohe Zahlungsverpflichtungen für verschiedene Entwicklungsprojekte in Verbindung mit der fehlenden Möglichkeit zu kurzfristigen Kostenanpassungen haben die angespannte Lage noch verschärft.

Unverzüglich sollen nun die Aktionäre informiert und eine Lösung gefunden werden. Die Hauptversammlung soll in Kürze stattfinden. Um zügig an frisches Kapital zu gelangen, wird der Vorstand den Anteilseignern geeignete Kapitalmaßnahmen zur Sanierung der Gesellschaft vorgeschlagen.

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By Marcel Kleffmann 2 min read