Mit einer ungewöhnlichen Anzeigenkampagne wirbt CDV für das Wargame "Codename: Panzers". Der Verzicht auf martialische Werbesprüche beruht allerdings weniger auf dem Bestreben, den ohnehin schlechten Ruf speziell von Kriegsspielen zu verbessern, sondern dient vor allem der Abgrenzung.

"Die üblichen Wargamer-Anzeigen ähneln sich doch stark und sind geprägt von aggressiven Sprüchen, die weder dem Titel gerecht werden noch zu einer umfangreichen Diskussion einladen", so Eric Standop, Marketing und PR Director bei CDV. "Von einer Anzeigenkampagne erwarte ich mir immer, dass man darüber spricht." Dabei sei es egal, ob sie nun positiv oder sehr kritisch bewertet werde, sie müsse aber zu einer konstruktiven Diskussion einladen. Dies ist dem Karlsruher Publisher mit der Kampagne zu "Codename: Panzers", bei der Firmenmitarbeiter als Werbemodels posierten, auch gelungen. Laut Standop hatte ein Teil der Wargamer eine kämpferische, bisweilen vielleicht sogar brachiale Anzeige erwartet und war entsprechend überrascht.

Der überwiegende Teil der Fangemeinde habe jedoch extrem positiv auf die Anzeigen reagiert. "Neben zahlreichen Mails und einzelnen Briefen registrierten wir auch ein überraschend großes Interesse an unserer Online-Abstimmung über das gelungenste Anzeigenmotiv", so Standop. Doch nicht nur, um sich vom "üblichen" Kriegsspielanzeigen-Einerlei abzuheben, hat CDV bei der Kampagne für "Codename: Panzers" neue Wege beschritten. Man habe auch die Begeisterung zum Ausdruck bringen wollen, die die Mitarbeiter dem Spiel entgegenbringen.

Die eigentliche Idee, Mitarbeiter als Models für die Motive zu verwenden, wurde laut Standop von einer Kreativgruppe innerhalb der Marketingabteilung entwickelt. Dass die ungewöhnliche Kampagne Schule machen wird, glaubt Standop dennoch nicht. "Die Idee ist in dieser Form sicherlich einmalig. Ausschließen möchte ich nichts, jedoch würde jedes weitere Produkt in seinem Markenauftritt zu sehr in Richtung 'Panzers' gelenkt werden", meint Standop.

Share this post

Written by