Wie sieht eigentlich der durchschnittliche Spieleentwickler aus? Und welche Rückschlüsse lassen sich daraus auf die Spieleproduktion und die Situation der Industrie ziehen? Diesen Fragen stellte sich die International Game Developers Association.

Die International Game Developers Association (IGDA) hat eine Umfrage in der englischsprachigen Entwicklerszene durchgeführt und ein Bild vom durchschnittlichen Spieleentwickler entworfen. Über 6000 Antworten wurden ausgewertet und so manches Vorurteil bestätigt. Laut IGDA ist die überwiegende Mehrheit der Entwickler weiß (83,3 Prozent), männlich (88,5 Prozent), heterosexuell (92 Prozent) und hat eine College- oder Universitätsausbildung (64,3 Prozent). Weibliche Mitarbeiter sind wie zu erwarten eine Ausnahmeerscheinung in der Spieleentwicklung. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei fünfjähriger Branchenerfahrung um die 57.000 US-Dollar im Jahr.

Die IGDA kommt nach diesen Ergebnissen zu durchaus interessanten Rückschlüssen. So zeige sich die männliche Dominanz auch in den Produkten. Martialische Shooter und Actiongames bestimmen häufig die Veröffentlichungslisten. Bezeichnend sei, dass Maxis, mit "Die Sims" Entwickler des erfolgreichsten Spielebrands der letzten Jahren, über einen erheblich höheren Frauenanteil in der Entwicklung verfüge. Tatsächlich liege das Verhältnis beim Erfolgsstudio bei nahezu 50:50. Abschließend appelliert die IDGA, den Frauenanteil in der Entwicklung zu erhöhen. Neue Ansätze und Ideen abseits ausgetretener Actionpfade und somit eine gezielte Zielgruppenerweiterung könnten die Folge sein.

Share this post

Written by