EA hat im Weihnachtsgeschäft 2002 Rekordzahlen geschrieben. Im dritten Quartal summiert sich der Umsatz des größten Third-Party-Herstellers auf über eine Milliarde Dollar. Zeitgleich forciert EA die Umstrukturierung seiner Entwicklerstudios und hat seine Portokasse gehörig aufgestockt.

Im dritten Quartal 2002/03 konnte Electronic Arts einen neuen Firmenrekord aufstellen. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2002 verbucht der Spieleriese einen Umsatz von 1,23 Mrd. Dollar - ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn verzeichnet mit 250 Mio. Dollar sogar eine Steigerung von 89 Prozent. "Das Weihnachtsgeschäft war historisch für EA. Wir sind der erste Third-Party-Publisher, der in einem Quartal mehr als eine Mrd. Dollar umgesetzt hat. Elf Titel konnten die Marke von einer Mio. verkaufter Einheiten überspringen. Nie war EA stärker im Markt positioniert", so Larry Probst, Chairman & CEO von Electronic Arts.Rekorde dank Bond, Ring & Potter

Die Stars im Portfolio kann EA auch genau benennen: In Europa ließen sich beispielsweise "Harry Potter und die Kammer des Schreckens", "FIFA Football 2003", "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" und "James Bond 007: NightFire" über eine Mio. Mal verkaufen. Aufgeteilt nach Regionen, trug Nordamerika mit 696 Mio. Dollar den größten Anteil zum Rekordumsatz bei. Europa hat seinen Umsatz um 68 Prozent auf 471 Mio. Dollar gesteigert, der Asien-Pazifik-Raum um 75 Prozent auf 38 Mio. Dollar. Japan legte um 41 Prozent auf 29 Mio. Dollar zu.

Europaumsatz legt um 68 Prozent zu

Einziger Wermutstropfen ist das Onlinegeschäft: EA.com schreibt weiterhin leichte Verluste. Für das Gesamtgeschäftsjahr geht EA von einem Umsatz von rund 2,5 Mrd. Dollar aus. Zeitgleich zur Quartalsbilanzierung hat EA aber auch eine Fortsetzung seines Konsolidierungskurses bei den hauseigenen Entwicklungsstudios angekündigt. Nachdem die Umstrukturierung für den östlichen Bereich abgeschlossen ist - so wurde Bellevue/Seattle aufgelöst und in das Majorstudio in Vancouver eingegliedert - ist nun der Westen an der Reihe.

Im Lauf des vierten Quartals sollen die Studios EA Pacific und Westwood mit dem Studio EA Los Angeles zu einem - im wahrsten Sinne des Wortes - Riesenstudio zusammengelegt werden. Dabei soll auch die Nähe zu den großen Hollywoodstudios für einen Qualitätssprung sorgen.Insbesondere Spezialisten für Drehbücher und Special Effects sollen eingestellt werden und sich mit Themen wie "Herr der Ringe" und "James Bond" beschäftigen. Damit konzentriert EA seine Entwicklungstätigkeit auf sieben "Headquarter": Neben L.A. ist dies Vancouver (Kanada), Redwood Shores, Walnut Creek, Orlando (USA), Tokio (Japan) und Chertsey (Großbritannien). Die Zahl der Standorte könnte sich allerdings nochmals ausweiten: Gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC kündigte EA an, in absehbarer Zeit Geldmittel in Höhe von zwei Mrd. Dollar flüssig machen zu wollen. Steht etwas Größeres an? Da sich Microsoft laut Aussage seines Xbox-Chefs Robbie Bach nicht für die Spielesparte von Vivendi Universal interessiert, ist der Weg für EA frei.

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One-Third of German Gamers Create Content for Games
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By Marcel Kleffmann 2 min read