Entsteht in Kalifornien ein ESRB-Konkurrent?
Das Privatunternehmen PSVratings will in Kalifornien künftig die Altersempfehlungen für Computer- und Videospiele vornehmen. In einem offenen Brief an Gouverneur Schwarzenegger schoss das Unternehmen gegen das etablierte System des Entertainment Software Rating Boards.
Das Privatunternehmen PSVratings hat sich in die Diskussion um Spiele mit Gewaltdarstellungen zu Wort gemeldet. Eigenen Angaben zufolge verfüge das Unternehmen über ein unabhängiges Ratingsystem, mit dem die Alterseinstufungen für Computer- und Videospiele in Kalifornien der neuen Gesetzeslage entsprechend vorgenommen werden könnte. So könne sichergestellt werden, dass Händler und Eltern jederzeit den Inhalt eines Spiels klar erkennen könnten.
In einem offenen Brief an Gouverneur Arnold Schwarzenegger, in dem sich das Unternehmen mehr oder weniger offen um einen Auftrag bewarb, schoss PSVratings gegen das etablierte System des Entertainment Software Rating Boards (ESRB). Im Gegensatz zum ESRB würden die zu prüfenden Spiele bei PSV auch tatsächlich gespielt und von Eltern sowie Kinderpsychologen unter die Lupe genommen. Das ESRB hingegen verlasse sich als Institution der US-Spielebranche einzig auf Herstellerangaben und treffe seine Urteile auf Basis von Videomaterial und Presseinformationen.