ESA belegt Steuergeldverschwendung
Der US-Spielepublisherverband ESA hat erstmals einen Betrag genannt, wie teuer die US-Steuerzahler die Gesetzesinitiativen einiger US-Bundesstaaten zur Einführung von Verkaufsbeschränkungen für Computer- und Videospiele kommt.
Der US-Bundesstaat Illinois muss dem US-Publisherverband Entertainment Software Association (ESA) insgesamt 510.528 Dollar an Anwaltskosten erstatten. Diesen Betrag legte Richter Matthew F. Kennelly jetzt fest. Die Kosten sind der ESA bei einem Gerichtsverfahren gegen ein verabschiedetes Gesetz des Bundesstaates entstanden, mit dem der Verkauf von Spielen an Kinder- und Jugendliche unter Strafe gestellt werden sollte. Bei dem Verfahren stellte der zuständige Richter fest, dass das Gesetz nicht mit der Verfassung der USA in Einklang stehe.
In den letzten fünf Jahren gewann die ESA bereits sechs Mal vor Gericht gegen derartige Gesetze, die von einzelnen Bundesstaaten auf den Weg gebracht wurden. Weitere Verfahren sind derzeit noch anhängig. Die ESA mahnt bereits seit einigen Monaten, dass diese Gesetzesinitiativen, die bislang allesamt für nicht verfassungskonform erklärt wurden, ein teurer Spaß für die US-Steuerzahler sind. Nun wurde erstmals ein genauer Betrag publik. Ob dies jedoch zu einem Umdenken in der Politik führt, ist fraglich, da die Schar der Gameskritiker unter den US-Politikern vor allem im konservativen Lager sehr groß ist. Doch auch die Demokraten sind nicht immer nur gut Freund mit der Spielebranche. Vor allem Senatorin Hillary Clinton hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder für eine Verkaufsbeschränkung von Games stark gemacht. Ihr eigener Gesetzentwurf, der im Gegensatz zu den anderen Initiativen USA-weit gelten soll, liegt dem Kongress zur Prüfung und Diskussion vor.