In Kalifornien werden der US-Industrieverband Entertainment Software Association (ESA) und die Händlervereinigung Video Software Dealers Association (VSDA) gemeinsam gegen das Gesetz für Verkaufsbeschränkungen gewalthaltiger Spiele vorgehen. Die Gegenseite ist derweil überzeugt, eine entsprechende Verfassungsklage abweisen zu können.

In Kalifornien gehen der US-Industrieverband Entertainment Software Association (ESA) und die Händlervereinigung Video Software Dealers Association (VSDA) gemeinsam gegen die drohenden Verkaufsbeschränkungen gewalthaltiger Spiele vor. Dieser Tage werde eine gemeinsame Verfassungsklage angestrengt, teilte die ESA mit. Ziel ist es, unter Berufung auf den ersten Verfassungszusatz das Gesetz vor Inkrafttreten Anfang Januar 2006 zu stoppen. Die Klageführer sind zuversichtlich, auch in Kalifornien vor Gericht zu siegen: "Wir sind überzeugt, dass dieses Gesetz das Schicksal ähnlicher Vorhaben in anderen Bundesstaaten teilen und von den Richtern für verfassungswidrig erklärt werden wird", kommentierte ESA-President Doug Lowenstein. Letztlich hätten die Erziehungsberechtigten zu entscheiden, welche Medieninhalte ihre Kinder konsumieren. Dies sei nicht Aufgabe des Staates, so Lowenstein.

Derweil ist auch die Gegenseite siegessicher. Wie Gamespot berichtet, bekräftigte Gouverneur Schwarzenegger sein Vorhaben, das Gesetz mit aller Kraft durchsetzen zu wollen. "Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um unsere Kinder vor gewalthaltigen Spielen zu schützen", wird der ehemalige Hollywood-Schauspieler zitiert. Mit der Verteidigung wurde der Generalstaatsanwalt betraut. Ihm zur Seite wird der Abgeordnete Leland Yee stehen, der die Gesetzesvorlage ursprünglich entwarf. Lee ist überzeugt, dass die ESA in diesem Fall scheitern wird. So habe sich Yee beim Entwurf von Verfassungsexperten beraten lassen, um der ESA den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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