FBI forciert Kampf gegen Piraterie
Unter dem Decknamen "Operation Fastlink" fand jetzt eine der größten Aktionen gegen Internetpiraterie statt. Geleitet von FBI und US-Justizministerium, kam es dabei zu mehr als 120 Durchsuchungen - auch in Deutschland.
"Der Diebstahl geistigen Eigentums ist ein globales Problem, das Volkswirtschaften rund um die Welt schadet. Um effektiv zu sein, müssen wir global auf dieses Problem antworten", sagte US-Generalstaatsanwalt John Ashcroft, als er in Washington die Öffentlichkeit über die "Operation Fastlink" informierte. Bei der bislang einzigartigen Aktion gegen die internationalen Softwarepiraterie kam es zu Durchsuchungsaktionen in 27 US-Bundesstaaten und zehn europäischen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
Mehr als 100 verdächtige Personen wurden bislang identifiziert, über 200 Computer beschlagnahmt, darunter 30 Server. Im Fokus der Aktion standen einmal mehr die so genannten Release Groups, gut organisierte Softwarepiraten, die maßgeblich für die schnelle Verbreitung von Film-, Musik- und Gameskopien verantwortlich sind - zum Teil noch bevor die Produkte legal erworben werden können. Den Wert der sichergestellten illegalen Kopien schätzen die Behörden auf über 50 Millionen Dollar.
Laut US-Justizministerium sei dies aber eine "konservative" Schätzung. Außer den Justizbehörden waren an der Aktion auch die verschiedensten Interessengemeinschaften der Industrien beteiligt, darunter auch der US-Gamesverband Entertainment Software Association (ESA) und die Business Software Alliance (BSA).