Finanzkraft der Kinder steigt
Kein Produktbereich macht bei den sechs- bis 13-jährigen Kids eine derart dynamische Entwicklung durch wie die Handys. Aber auch Computerspiele sind weiter auf dem Vormarsch. Das geht aus der KidsVerbraucherAnalyse 2004 (KVA) hervor, die am 5. Juli veröffentlicht wurde.
In Deutschland verfügen die rund 6,09 Mio. Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren über eine Finanzpower (Taschengeld, Sparguthaben etc.) von sechs Mrd. Euro, was einem Plus von 17 Prozent gegenüber 2002 entspricht. Der aktuellen KVA zufolge übt vor allem das Handy eine große Anziehungskraft auf die Kids aus: Mehr als 1,6 Mio. Handys seien bereits im Besitz der Sechs- bis 13-Jährigen (2002: eine Mio.), wobei sich das Gros der Geräte in den Händen der Zehn- bis 13-Jährigen befinde. Rund die Hälfte der Handy-Kids (48 Prozent) seien zudem bereit, einen Teil ihres Taschengelds ins Mobiltelefon zu stecken. Monatlich seien dies rund elf Euro.
Berücksichtigt man, dass den Kids laut KVA im Schnitt rund 20 Euro pro Monat an Taschengeld zur Verfügung steht, wird deutlich, wie sehr das Handy das Taschengeld der Kinder bindet. Erfreulich hingegen, dass auch der Wunsch nach Games in dieser Altersgruppe ungebrochen ist: So besitzen von den Jungen 38 Prozent Computerspiele und 34 Prozent Videospiele. Bei 33 Prozent stehen PC-Games und bei 27 Prozent Videogames auf der Wunschliste. Zu den verbreitetsten Plattformen zählen bei den Jungs der Game Boy (52 Prozent), PSone (23 Prozent), PS2 (15 Prozent), GC (5 Prozent) und Xbox (drei Prozent). Auf der Wunschliste der männlichen Kids stehen PS2 (20 Prozent), Xbox (elf Prozent) und GC (zehn Prozent). Bei der vom Egmont Ehapa Verlag herausgegebenen KVA handelt es sich um eine repräsentative Markt-Media-Studie auf Basis von 1586 Interviews.