FTC verteilt Lob und Tadel an US-Spieleindustrie
Die Federal Trade Commission (FTC) hat die Marketingaktivitäten der US-Spieleindustrie unter die Lupe genommen. Neben einigem Lob fanden die obersten Wettbewerbshüter auch Kritikpunkte.
Die Federal Trade Commission (FTC) hat in einer aktuellen Untersuchung die Marketingaktivitäten der US-Spielebranche unter die Lupe genommen. Dabei fanden die obersten Wettbewerbshüter der Vereinigten Staaten neben einigen lobenswerten Ansätzen auch Kritikpunkte. Eine Vorreiterrolle habe die Industrie mit den selbstauferlegten Grundregeln im Marketing, dem so genannten AdCode, eingenommen. Der AdCode sieht unter anderem vor, dass Spiele mit einem "Mature"-Rating (ab 17 Jahre) nicht in Medien beworben werden dürfen, die zu einem großen Teil von Minderjährigen konsumiert würden. Gleichzeitig kritisierte die FTC, dass bei Spielen mit einer "Teen"-Freigabe (ab 13 Jahre) nicht ebenso verfahren würde. Positiv sei zudem die prominente Platzierung der Labels für gewalttätige Inhalte etc. auf den Spieleverpackungen. Ähnliche Hinweise wünscht sich die FTC auch in TV-Spots. Allerdings nähme es der Handel mit dem Jugendschutz nicht ganz so ernst. So hätten in einem Feldversuch gut 69 Prozent der jugendlichen Testkäufer Spiele erwerben können, die nicht für ihr Alter freigegeben waren. Selbst bei Händlern, denen nach eigenen Angaben der Jugendschutz besonders wichtig sei, konnten noch 55 Prozent Spiele für eine ältere Zielgruppe erwerben. Allerdings gingen diese Werte seit 2000 kontinuierlich zurück, was für deutliche Fortschritte im Jugendschutz spreche, so die FTC.