Gameshändler fordern Schwarzeneggers Veto
In den kommenden Wochen wird US-Gouverneur Arnold Schwarzenegger abschließend über den Gesetzentwurf zur Verschärfung des Jugendschutzes in Kalifornien entscheiden. Bis es soweit ist, ist Lobbyarbeit gefragt. Die US-Händlervereinigung IEMA hat sich mit einem offenen Brief an Schwarzenegger gewandt.
Die Interactive Entertainment Merchants Association (IEMA), Branchenvereinigung der US-Gameshändler, hat sich mit einem offenen Brief an US-Gouverneur Arnold Schwarzenegger gewandt. Darin fordert die IEMA das Veto des Politikers, der in den kommenden Wochen abschließend über einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Jugendschutzes in Kalifornien entscheiden wird. In dem Schreiben appelliert der Verband an die Eigenverantwortlichkeit der Eltern. Der Entwurf sehe die Einmischung des Staates in die Kindererziehung vor - ein Totschlagargument in jeder öffentlichen Diskussion in den USA. Zudem, so argumentiert der Verband, sei eine gesetzliche Vorschrift schlicht unnötig. Per Selbstverpflichtung habe sich der Handel bereits vor längerem zu den Altersempfehlungen des Entertainment Software Rating Boards bekannt. Und auch der Hinweis auf das Recht auf freie Meinungsäußerung, mit dessen Hilfe ähnliche Gesetze in anderen Bundesstaaten verhindert wurden, fehlt in dem Schreiben nicht.
Doch auch wenn Schwarzenegger den Appellen nicht folgen will, ist die Auseinandersetzung mit Inkrafttreten des Gesetzes noch nicht aus der Welt. Es ist anzunehmen, dass die IEMA in diesem Fall Schützenhilfe vom US-Industrieverband Entertainment Software Association erhält und Verfassungsklage gegen das Gesetz erheben wird.