Das Gericht in Leoben soll am 29. August über den Konkursantrag Perceptions gegen JoWooD entscheiden. Österreichischen Medien zufolge wäre die Insolvenz gleichbedeutend mit dem Aus für JoWooD.

Das Gericht im österreichischen Leoben entscheidet am heutigen 29. August über die Zukunft von JoWooD. Wie ORF online berichtet, steht der vom Ex-Partner Perception eingereichte Konkursantrag gegen den börsennotierten Publisher zur Entscheidung an. Dem Bericht zufolge will Perception seinen Anspruch anhand offener Rechnungen in Höhe von rund einer Mio. Euro belegen. JoWooD fordert hingegen über fünf Mio. Euro von dem australischen Entwicklerstudio.

Gegenüber dem "Wirtschaftsblatt" bezeichnete JoWooDs Vorstandsvorsitzender Dr. Albert Seidl das Verfahren als Justizmissbrauch. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sei nach wie vor gegeben. Dennoch ist nicht sicher, wie das Gericht entscheiden wird. Sollte dem Konkursantrag stattgegeben werden und somit JoWooD Insolvenz anmelden müssen, würde dies laut Seidl das Aus für das Unternehmen bedeuten: "Alle Verträge mit Rechten und Lizenzen würden in Sekunden dematerialisiert", wird Seidl zitiert.

Rettung in höchster Not könnte in Form eines neuen Investors kommen. Laut "Wirtschaftsblatt" verhandelt JoWooD mit der US-Investmentfirma Silverstar Holdings, die sich über eine weitere Kapitalerhöhung an JoWooD beteiligen könnte. Des Weiteren befände sich JoWooD in Verhandlungen mit Gläubigern und Banken, um einen Schuldenerlass zu erreichen.

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By Stephan Steininger 1 min read