Google und HTC haben ihre Partnerschaft auf ein neues Level gebracht. Durch ein neues Abkommen wechseln Ingenieure von HTC zu Google. Ungeachtet dessen sezt HTC die Weiterentwicklung von HTC-Smartphones und der Vive-Produktfamilien fort.

Google und HTC haben eine neue, milliardenschwere Partnerschaft vereinbart, deren langfristige Konsequenzen kaum abzuschätzen sind. Laut dem Abkommen wechseln "gewisse HTC-Mitarbeiter, von denen viele bereits mit Google an der Entwicklung der Pixel-Smartphones arbeiteten", als Beschäftigte zu Google. Kurzum: Google integriert massiv Ingenieurs-Know-how von HTC in die eine Inhouse-Entwicklung. Im Gegenzug bekommt HTC 1,1 Mrd. Dollar in Cash von Google.

Was zunächst wie das Ausbezahlen am Ende einer Partnerschaft klingt, markiert jedoch keinesfalls den Schlusspunkt der Beziehung zwischen HTC und Goole. Tatsächlich erhält Google in diesem Zusammenhang auch nicht-exklusive Lizenzrechte an nicht näher öffentlich definiertem geistigen Eigentum von HTC. Beide Partner nannten das neue Abkommen dann auch einen "Beleg für die ein Jahrzehnt währende, strategische Partnerschaft".

HTC hält nach eigenen Angaben an der Entwicklung und Vermarktung HTC-gebrandeter Smartphones fest, spricht aber von einem gestrafften Produktportfolio. Man verfüge nach wie vor über erstklassige Ingenieure, die auch am neuen Flaggschiff-Smartphone arbeiten. Auch die Weiterentwicklung der VR-Produktfamilie Vive soll unvermindert voranschreiten.

"Dieses Abkommen ist ein brillanter nächster Schritt für unsere langfristige Partnerschaft, der es Google ermöglicht sein Hardwaregeschäft maximal voranzutreiben und gleichzeitig die Innovationskraft unseres HTC Smartphone- und VIVE-VR-Geschäfts sicherzustellen", so Cher Wang, Vorstandsvorsitzende und CEO von HTC.

Wie eng die Partnerschaft beider Firmen ist zeigte sich in diesem Jahr auch schon beim Thema VR. HTC ist einer von zwei Hardware-Partnern, die als Google-Partner eine Stand-alone Daydream VR-Brille veröffentlichen.

Doch auch wenn es im Moment eher ausgeschlossen scheint, dass sich Google vom komplett offenen Android-Ansatz zu einem proprietären Handy-Entwickler wandelt, ein Ausbau des Smartphone-Hardwaregeschäfts bei Google wirkt sich automatisch auf die Content-Produzenten aus, auch auf die in Deutschland.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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