Guillemot schließt Übernahme nicht mehr aus
Alles eine Frage des Preises. In einem Interview mit der französischen Wirtschaftspresse schloss Ubisoft CEO Yves Guillemot eine Übernahme des Spielepublishers nicht mehr aus. Ein Interessent müsse allerdings bereit sein, einen hohen Preis zu zahlen.
"Aus eigener Kraft sind wir nicht in der Lage, eine feindliche Übernahme abzuwehren", räumte Ubisoft CEO Yves Guillemot in einem Interview mit der französischen "Les Echos" ein. Allerdings würde Ubisoft einem Interessenten teuer zu stehen kommen, betonte der Manager. Der derzeitige Aktienkurs spiegele nicht den korrekten Wert des Unternehmen wider. Im Vergleich zu anderen Branchenvertretern sei Ubisoft um gut 24 Prozent unterbewertet. Dies wüssten auch die Aktionäre, die von der Zukunft Ubisofts überzeugt seien und sicherlich nur zu einem entsprechendem Preis verkaufen würden. "Im Fall der Fälle müssten wir entscheiden, was das Beste für unsere Angestellten und Anteilseigner ist", so Guillemot zu einem möglichen Verkauf.
Im Dezember 2004 war Electronic Arts mit gut 20 Prozent bei Ubisoft eingestiegen. Seitdem gab es immer wieder Übernahmespekulationen. Seitens EA, die die Beteiligung als strategische Investition betrachten, gibt es keine klare Aussage zu möglichen Übernahmeplänen.